"Mariä Geburt" in Obertresenfeld: Traumhaftes Idyll am Patrozinium

Die Kapelle "Mariä Geburt" stand beim Patrozinium im Mittelpunkt des Geschehens. Auf dem Dorfplatz feierten die Besucher mit Kaplan Alexander Ertl einen Festgottesdienst. Nicht vergessen wurde, für den erkrankten Stefan Reil aus Untertresenfeld zu beten und an die bevorstehende Typisierungsaktion in der Stadthalle zu erinnern.
von Elisabeth DobmayerProfil

Einer Bilderbuchidylle glich der Sonntagmorgen als die Ober- und Untertresenfelder zum Patrozinium ihrer Kapelle „Mariä Geburt“ einluden. Die Flaggen des Landes, der Stadt und die gelb-weißen der Kirche flatterten im leichten Lüftchen gen weiß-blauen Himmel. Kaplan Alexander Ertl, der den Festgottesdienst zelebrierte, erinnerte an das alte Sprichwort des Volksmundes: „An Mariä Geburt fliegen die Schwalben furt.“ Das Fest Mariä Geburt, das am 8. September gefeiert wird, gilt als Stichtag für den Flug der Schwalben nach Afrika. „Der Herrgott meint es heute gut mit uns“, zeigte sich der Geistliche über den wunderschönen Sonnentag begeistert. „So dürfen wir uns freuen seine Botschaft zu hören, neuen Mut und Kraft zu schöpfen“, so Ertl.

Maria Bäumler trug Lesungen und Fürbitten vor. Darin wurde besonders auch für den erkrankten Stefan Reil aus Untertresenfeld gebetet. Der Evangelist Matthäus erzählt: Maria wird ein Kind zur Welt bringen, allerdings nicht von Josef, ihrem Verlobten, sondern durch das Wirken des Heiligen Geistes. Doch Josef steht zu Maria, lässt sie nicht im Stich. Papst Franziskus hat zu diesem Thema ein lesenswertes Schreiben zum von ihm zur Corona-Pandemie ausgerufenen Josefsjahr veröffentlicht. Einen Satz zum Nachdenken las Kaplan Ertl den Gläubigen daraus vor: „Wie oft geschehen in unserem Leben Dinge deren Bedeutung wir nicht verstehen. Wenn wir uns nicht mit unserer Lebensgeschichte versöhnen, werden wir auch nicht in der Lage sein den nächsten Schritt zu tun.“

Die Ober- und Untertresenfelder halten zusammen, wenn es um einen ihrer Mitbürger geht: die Kollektensammlung an diesem Tag geht an die Typisierungsaktion für Stefan Reil, wie Kapellenvereinsvorsitzender Josef Fritsch bekanntgab. Außerdem appellierte er, sich an der Typisierung zu beteiligen, damit dem Bub geholfen werden kann. Für Reil wurde auch gebetet.

 

 

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