Bezüglich des Kindergartenstandorts wurde, wie in der letzten Stadtratssitzung berichtet, eine Bauvoranfrage gestellt. Der Standort befindet sich im Geltungsbereich des Bebauungsplans "Am Bahnhof/Am Schießanger", welcher für das Baugrundstück ein Gewerbegebiet festsetzt. Ausnahmsweise können auch Anlagen für soziale Zwecke zulässig sein, worunter auch eine Kindertagesstätte fallen kann. Wie Bauamtsleiter Andreas Mandl ausführte, hat das Landratsamt Schwandorf zur weiteren Bearbeitung nachgefragt, ob die Stadt Oberviechtach dieser Ausnahme zustimmt oder nicht. "Ich halte den Standort nach wie vor als völlig ungeeignet, was Immission, Lärm, Abgase und Altlasten betrifft", erklärte Bürgermeister Heinz Weigl nur kurz zur Thematik. Mit seiner Gegenstimme und der Enthaltung von Stadtrat Michael Schlagenhaufer wurde die Zulässigkeit beschlossen. Ebenso im gleichen Zuge die Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens.
Nur zur Information hatte der Bürgermeister einen Antrag von Bastian Fuchs für die Errichtung eines Dirtparks in den Siechenwiesen auf die Tagesordnung gesetzt. "Das bedarf einer Grundsatzdiskussion in einer der nächsten Stadtratssitzungen. Die Fraktionen sollten sich zuerst Gedanken machen, welche alternativen Standorte wir dafür anbieten können", führte der Bürgermeister aus. Auch solle die Verwaltung bei anderen Kommunen nachfragen, welche bereits eine solche Einrichtung betreiben. In einem Dirtpark springen Radfahrer - die Funsportart heißt Dirt-Jump ("Schmutzsprung") - mit einem BMX-Rad oder Mountainbike über Erdhügel oder Hindernisse und versuchen dabei in der Luft, Drehungen und Überschläge zu machen.
Auch einige Jugendliche im Stadtgebiet wollen diese Trendsportart ausüben und im "Dreck" Radfahren. "Die Stadt macht nur etwas für Kinder und Senioren, aber nichts für junge Leute", wird im Antrag von Bastian Fuchs kritisiert, dem eine Unterschriftenliste beiliegt. Für den Dirtpark werden etwa 2000 Quadratmeter benötigt. Dafür ins Auge hat die Gruppe zwei Grundstücke in den Siechenwiesen (Flurnummer 743 und 744), angrenzend an den Edeka-Markt und in direkter Nähe zum Bayerisch-Böhmischen Freundschaftsweg gefasst. "Das halte ich hier für nicht möglich, denn das ist Überschwemmungsgebiet", erklärte Weigl in der Sitzung. Als besser geeignet halte er die Fläche unterhalb des Festplatzes an der Bundesstraße 22 oder den Randbereich des Bundeswehr-Übungsplatzes.
Die Jugendlichen haben ihrem Antrag auch gleich eine Liste beigelegt, was sie für die Anlage des Dirtparks benötigen: Erde und Werkzeug (wie Schaufel, Rechen, Eimer). Außerdem sei die Unterstützung durch einen Bagger für die groben Umrisse notwendig. Auch eine Erklärung liegt bei, dass sich die Nutzer mit der Pflege der Anlage einbringen. Auf Nachfrage aus dem Gremium erklärte der Bürgermeister, dass es sich um eine städtische Anlage auf Stadtgrund handeln würde. "Ich habe nichts dagegen. Aber wir müssen einen Platz finden, der niemand stört." CSU/CWG/Aktive-Fraktionssprecher Alexander Ried sprach noch die Haftungsfrage an und Weigl informierte, dass der Pavillon an der Wohlfühlstation am Radweg in Kürze abgebaut werden soll. Dieser sei immer wieder das Ziel von Vandalismus.














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