03.07.2019 - 14:05 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Abgeordneter Alexander Flierl berichtet über Arbeit im Landtag

Über die Arbeit im bayerischen Landtag berichtet einer, der es wissen muss: Landtagsabgeordneter Alexander Flierl. Er gewährt bei einem Auftritt im Kulturzentrum Einblicke.

Alexander Flierl sprach in Oberviechtach über seine Arbeit als Landtagsabgeordneter.
von Ludwig BergerProfil

(bgl) Der erste Vorsitzende des Museumsvereins, Altbürgermeister Wilfried Neuber, begrüßte MdL Alexander Flierl im Kulturzentrum in der ehemaligen Marktmühle in Oberviechtach. Flierl ist Rechtsanwalt mit einer eigenen Kanzlei in Oberviechtach. Seit dem Jahr 2013 gehört er der CSU-Fraktion im bayerischen Landtag an, jetzt bereits in der zweiten Wahlperiode. Im Rahmen weiterer und parlamentarischer Funktionen ist er Mitglied des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, "Mitglied des Umweltausschusses und Verbraucherschutzes sowie bis 2018 Mitglied des Ausschusses für kommunale Fragen, Innere Sicherheit und Sport. Er gehört außerdem zahlreichen Vereinen und Verbänden sowie der G 10-Kommission an und ist jagdpolitischer Sprecher und Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums.

Um die Bedeutung des Landtags für unsere Heimat Bayern herauszustellen, gab Flierl am Anfang seines Vortrags einen Einblick in die Geschichte, deren Wurzeln der demokratischen Tradition in Bayern weit zurück reichen. Der Vorläufer des heutigen Bayerischen Landtags war die Bayerische Ständeversammlung. 1818 gab es eine neue Verfassung und 1918 (ein Jahr nach Ende des Ersten Weltkriegs) wurde Bayern von einer Monarchie zur Republik beziehungsweise zum "Freistadt Bayern" und 1946 (nach Ende des Zweiten Weltkriegs) fanden die ersten Wahlen zum Bayerischen Landtag statt, der sich grundsätzlich aus 180 Abgeordneten zusammensetzt. "Der Wille des Volkes ist höchstes Gebot", wird dabei betont: "Der Abgeordnete ist allein seinem Gewissen unterworfen und vertritt das gesamte Volk."

Betreuung des Wahlkreises

Um je zwei Aufgabenfelder muss sich jeder Abgeordnete im bayerischen Landtag kümmern, berichtete Flierl weiter. Das sei einerseits die Arbeit im Landtag und anderseits die Betreuung des Stimm- und Wahlkreises. Hinzu kommen die Parteiarbeit und die Kommunalpolitik sowie weitere diverse Aufgaben und Ämter. Er selber befindet sich als Abgeordneter regelmäßig an drei Tagen pro Woche in der Landeshauptstadt und erledigt dort die anstehenden Aufgaben im Landtag wie zum Beispiel Plenar- und Fraktionssitzungen, Sitzungen der Ausschüsse und Arbeitskreise, denen er angehört. Hinzu kommen Pressegespräche und Informationsveranstaltungen, Einladungen von Interessengruppen, Empfänge sowie Diskussion mit Besuchergruppen. An den übrigen Wochentagen und an den Wochenenden widmet er sich vordergründig seiner Arbeit in seinem Stimm- und Wahlkreis. Neben der Kommunalpolitik geht es hier insbesondere darum, engen Kontakt zu den Bürgern, den Vereinen, den Verbänden und den einzelnen Interessengruppen in Form von Sprechstunden und Abgeordnetengesprächen oder im Rahmen von diverser Veranstaltungen zu pflegen.

Flierl informiert sich umfassend über aktuelle Probleme und Vorhaben in der Region, die von persönlichen Anliegen einzelner Bürger, schulischen Angelegenheiten bis hin zu Wünschen und Forderungen von Verbänden oder Unternehmen reichen. Darum machte es sich der Abgeordnete zu seinen Hauptaufgaben, Festivitäten und eine Reihe von Veranstaltungen zu besuchen, um dort Gespräche zu führen, zu diskutieren und sich die Sorgen und Nöte vor Ort anzuhören.

Anliegen der Bürger

Dass sich zeitliche und inhaltliche Überschneidungen dieser beiden Arbeitsfelder nicht immer vermeiden lassen, bestätigte der christsoziale Politiker. Bürgeranliegen oder kommunale Anliegen etwa, die an ihn als Stimmkreisabgeordneter herangetragen werden, nimmt er je nach Thematik mit in den Landtag, um dort etwas zu bewirken und diesen soweit möglich und berechtigt zur Durchsetzung zu verhelfen. Zum Abschluss seines Vortrags beantwortete der Abgeordnete noch einige Fragen.

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.