"Hoch soll erleben": Die Jagdhornbläser der BJV-Kreisgruppe Oberviechtach machen am Sonntag den Anfang. Unter der Leitung von Stephan Vogel gratulieren sie mit jagdlichen Signalen, darunter Alexander Flierls Lieblingsstück "Horrido". Die Jäger haben eine Riesenbreze in Form der verzierten Zahl 50 backen lassen und überreichen sie, bevor der Frühschoppen mit Weißwurst und Leberkäse beginnt. Der "Jubilar", wie er sich später selber nennt, will gar keine lange Vorrede halten - erst soll mal gegessen und getrunken werden.
"Geheimwaffe" der Fraktion
Nach der Ehrenfanfare greift er später zum Mikrofon, um die vielen Gäste - allen voran Dekan Alfons Kaufmann und die Familie mit den Eltern und Ehefrau Rita an der Spitze - willkommen zu heißen. Die stellvertretende Vorsitzende der CSU-Landtagsfraktion, Tanja Schorer-Dremel, die 2013 zusammen mit Alexander Flierl erstmals ins Maximilianeum in München eingezogen war, hält die erste Rede. Sie will sagen, was Alexander Flierl in der Landeshauptstadt so macht: Er ist der Vorsitzende des parlamentarischen Kontrollgremiums und gilt als Jurist als eine Art "Geheimwaffe´" in den Ausschüssen, denen er angehört. Fachlich kompetent und "unheimlich fleißig", könne man ihn jederzeit um Rat fragen, das wisse auch Markus Söder. Das Einzige, was sie an ihm stört, sei: "Er trinkt zu viel Cola, meine ich, aber das macht ja der Ministerpräsident auch." Ihre Glückwünsche überbringt sie in Gedichtform und packt dazu eine Tüte "Haribo" als Nervennahrung aus.
Barbara Stamm gibt Ton an
Der Sprecher der Oberpfälzer CSU-Abgeordneten, Tobias Reiß, schätzt die Zuverlässigkeit des nunmehrigen Fünfzigers aus Oberviechtach. Er unterstreicht: "Du bist mehr als eine Bank für uns, du bist schon ein Hochsitz, der Weitblick hat und treffsicher ist." Vor allem in landwirtschaftlichen, umwelt- und jagdpolitischen Fragen könne die CSU gut auf Alexander Flierl bauen, sagt der parlamentarische Geschäftsführer der Fraktion. Als Geschenk hat er Whisky mitgebracht, einen der besten, die es in Deutschland gibt, betont er.
Landrat Thomas Ebeling zählt Alexander Flierl seit dem Kommunalwahlkampf 2013/14 zu seinen Freunden. Flierl sei mit verantwortlich dafür gewesen, dass er heute Landrat ist: "Ich weiß, dass ich dir da viel zu verdanken habe". Flierl gibt das Kompliment zurück und will hervorgehoben haben, dass die Achse Landrat/Landtagsabgeordneter in diesem Landkreis Schwandorf überaus gut funktioniere.
Der Bayerische Jagdverband (BJV) ehrt MdL Alexander Flierl. Er nimmt dessen 50. Geburtstag zum Anlass, um ihm den Ehrenbruch – die zweithöchste Auszeichnung, die er zu vergeben hat – zu verleihen. BJV-Vizepräsident Thomas Schreder überreicht die Urkunde und steckt dem Abgeordneten die Nadel an. Als BJV-Bezirksvorsitzender gehört Alexander Flierl auch dem Jagdverbandspräsidium an. Zudem ist er in Oberviechtach Vorsitzender der Jäger-Kreisgruppe.
Nach dieser Ehrung freut sich die frühere Präsidentin des Bayerischen Landtags, Barbara Stamm, dass sie bei dieser Geburtstagsfeier dabeisein und reden darf. Sie würdigt die freundschaftliche Verbindung zu Alexander Flierl und stimmt schließlich an: "Zum Geburtstag viel Glück" - und alle im Saal singen mit.
Unter den Gästen befanden sich mehrere weitere CSU-Landtagsabgeordnete, der Beauftragte der Staatsregierung für den Bürokratie-Abbau in Bayern, Walter Nussel, sowie das siebenköpfige Präsidium des Landesjagdverbandes und die Tego-Geschäftsführung. Gekommen waren aber auch Staatssekretärin a.D. Marianne Deml, MdB Karl Holmeier, der Vorsitzende des Bayerischen Gemeindetags im Landkreis, Martin Birner, sowie Vertreter der Kreisverbände von CSU, JU, Frauen-Union und Senioren-Union und des Oberviechtacher CSU-Ortsverbands. Als einer der langjährigsten Weggefährten war auch der dienstälteste Kreisrat Alois Seegerer mit von der Partie. Den musikalischen Part übernahm im zweiten Teil der Feier die Oberviechtacher Stadtkapelle.
















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