26.03.2019 - 10:28 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Im Anmarsch aufs Jubiläum

Unermüdlich sind sie auf den Beinen: Die Mitglieder der TSV-Wanderabteilung haben erneut tausende Streckenkilometer bewältigt. Nächstes Jahr feiern die passionierten Fußgänger ein Jubiläum, für das bereits einiges "in Anmarsch" ist.

Abteilungsleiter Alois Früchtl (Zweiter von rechts), Dritter Bürgermeister Peter Forster und stellvertretender Abteilungsleiter Herbert Bauer (von links) gratulieren den ausdauerndsten Wanderern. Klara Früchtl, Manfred Scheck, Monika Spitzl, André Würker, Christa Helgert und Toni Zimmert (mit Urkunden, von links) sind unermüdlich unterwegs gewesen.
von Christof FröhlichProfil

Eine Mitgliederzahl von aktuell 98 nannte Alois Früchtl, Leiter der Wanderabteilung des TSV Oberviechtach, in seinem Jahresbericht.

Unter Höhepunkte ordnete er den eigenen 41. IVV-Wandertag mit Juniorenwanderung ein sowie die Bewirtung durch die Mitglieder beim Benefizkonzert für die Kriegsgräberfürsorge und Seniorennachmittag der Stadt Oberviechtach. Dabei habe das Organisationsteam einmal mehr gezeigt, dass es gut aufeinander eingespielt ist.

41 Teilnehmer aus Oberviechtach gingen bei der 16. Wanderweltmeisterschaft in Wildschönau im vergangenen September an den Start, als Gruppe belegten die Wanderfreunde einen hervorragenden siebten Platz. Eine Nikolaus-Wanderung wurde anlässlich des Jubiläums "50 Jahre SpVgg Teunz" im Dezember ausgerichtet. Dabei hatte sich aber – bedingt durch widrige Wetterverhältnisse – nur eine überschaubare Zahl an Teilnehmern auf den Weg gemacht.

Früchtl berichtet aus der Bezirksversammlung in Pressath, dass die Anzahl der Wandervereine immer weniger werde. Mittlerweile seien in Deutschland nur noch 581 Vereine verzeichnet, vor 15 Jahren seien es noch 2200 gewesen. Von 36 Vereinen in der Oberpfalz veranstalten noch 28 eigene IVV-Wandertage. Alois Früchtl erachtet es als nötig, an die Politik zu appellieren, die kleinen Vereine wieder mehr zu fördern. Ehrenamt und Jugendarbeit sollte nicht durch behördliche Auflagen und "Gängeleien" eingeschränkt werden. Als Beispiele nannte er den "überzogenen Datenschutz. Solche Barrieren seien der Übernahme von Ehrenämtern nicht unbedingt förderlich.

Alois Früchtl rückte bereits das nächste Jahr in den Fokus, in dem die Oberviechtacher Wanderfreunde auf ihr 50-jähriges Bestehen zurückblicken können. Den Auftakt ins Jubiläumsjahr bildet im Februar die Bezirksversammlung im Landgasthof "Taverne" in Lind. Diese wird durch die Abteilung ausgerichtet und sei als Anerkennung für die Gruppierung zu werten, so Früchtl. Als Großereignis wird der eigene IVV-Wandertag am 6. und 7. April im Kalender stehen, außerdem werden einige passionierte Fußgänger bei der Wanderweltmeisterschaft im September wieder die Farben der Eisenbarth-Stadt vertreten.

Nach den Ehrung für besonders ausdauernde Marschierer (siehe Info-Element) würdigte Dritter Bürgermeister Peter Forster das Engagement der Mitglieder um ein reges Vereinsleben in Oberviechtach. Er schloss sich der Kritik des Abteilungsleiters an immer neuen gesetzlichen Vorgaben an, diese würde den Ehrenamtlichen das Leben immer schwerer machen. Zum Abschluss der Versammlung lud Zenzi Biegerl aus Lind, die an diesem Tag in der "Taverne" einen runden Geburtstag beging, die Abteilungsmitglieder zum Mitfeiern ein.

Ehrungen:

Manfred Scheck (15 000 erwanderte Kilometer, 1300. Teilnahme an Wanderungen), Monika Spitzle (1150. Teilnahme an Wanderungen), Klara Früchtl und Toni Zimmert (jeweils 350. Teilnahme an Wanderungen), André Würker (500 erwanderte Kilometer), Christa Helgert (zen Teilnahme). (frd)

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