Kurz und knapp fiel der Rechenschaftsbericht des Bürgermeisters im Gasthof Pösl aus. Schließlich sollte genügend Zeit für das Thema "Kindergarten-Neubau" (wir berichteten) bleiben. Heinz Weigl nannte besondere Besuche und Termine, und verwies auf die Einweihung des Loew-Wohnheimes in der Kastlstraße, das neue Baugebiet "Wiesengrund" mit Widmung der Erika-Odemer-Straße, die Festspielsaison und das Kinderplanschbecken im Freibad. Ein besonderer Tag sei der Festakt "25 Jahre Dr.-Max-und-Margret-Schwarz-Stiftung" gewesen. "Die Stiftung hat unseren Haushalt bisher um 8 Millionen Euro entlastet", betonte der Bürgermeister. Jedes Jahr ständen 476 000 Euro zur Verfügung, wovon ein Großteil an den Kindergarten gehe.
"Bei den Einwohnerzahlen geht es langsam bergauf", freute sich Weigl. Während die Statistik 4952 Personen zum Stichtag 1. Januar 2018 vermeldete, erbrachte die interne Zählung des Einwohnermeldeamtes für den 20. November ganze 5003 Bürger, auch wenn heuer schon 70 Sterbefälle zu verzeichnen waren. Mehr Zuzüge als Wegzüge, bisher 19 Hochzeiten, der Trend zum Geschwisterkind und eine rege Bautätigkeit ließen hoffen, dass die 5000er-Marke länger überschritten bleibt. Die Schul- und Einkaufsstadt werde mit ihrer Infrastruktur zunehmend für junge Familien interessant. "So schlecht steht Oberviechtach nicht da. Auch wenn es immer etwas zu verbessern gibt", betonte das Stadtoberhaupt.
Nicht alles geschafft
Mit 19 Millionen Euro sei 2018 ein Rekordhaushalt verabschiedet worden. Und bei der Gewerbesteuer werde man "ganz klar" über dem Ansatz von 1,6 Millionen Euro liegen. "Heuer wird keine Kreditaufnahme nötig, weil wir nicht alle Investitionen geschafft haben", informierte Weigl. Dafür gebe es mehrere Gründe. 2018 wurde der Wasserpreis um acht Cent erhöht; 2019 müssten die Kanalgebühren neu kalkuliert werden. Den Schuldenstand zum Jahresende bezifferte er auf 8.7 Millionen Euro; demgegenüber stehe ein Vermögen von Stadt und Stiftung in Höhe von 55 Millionen Euro. Beim Freibad zahle die Stadt etwa 180 000 Euro im Jahr drauf. "Das ist der einzige Luxus, den wir uns gönnen", betonte der Bürgermeister. Für die Familienförderung (5000 Euro pro Kind bei Hauskauf, bzw. 2500 Euro pro Kind für Hausgrundstück) seien seit Start der Aktion schon rund eine halbe Million Euro ausbezahlt worden. "Das ist der richtige Weg", bekräftigte Heinz Weigl. 61 Bauvorhaben 2018 untermauerten das "Plus am Bau". Im Ausblick sprach er die Sanierung des Jahnstadions an. Im Freibad werde die nächsten Jahre ein Edelstahlbecken anvisiert, welches aber nur mit einer staatlichen Hilfe möglich sei.
Nach Abschluss der Arbeiten am Rathaus kostet eine neue Brandschutz-Auflage für die Bücherei (zweiter Fluchtweg über Außentreppe) Geld. Die Stadtbücherei bezeichnete er mit 12 700 Medien und 19 000 Ausleihen als eine Erfolgsgeschichte. Auf vielfachen Wunsch werde die Öffnungszeit am Donnerstag wieder bis 18 Uhr verlängert.
Neuer Rüstwagen
Zum Thema "Sicherheit und Ordnung" informierte Weigl, dass alle Feuerwehrhäuser mit einer Absauganlage ausgestattet werden müssen (Kosten: 300 000 Euro). Die Gerätehäuser in Wildeppenried und Langau stehen zur Sanierung an, die FFW Nunzenried erhält ein neues Einsatzfahrzeug und im Jahr 2020 kann sich die Stützpunktwehr Oberviechtach über einen neuen Rüstwagen (Anteil der Stadt rund 350 000 Euro) freuen. Der Breitbandausbau sei fast fertig und in Oberlangau werde im Frühjahr 2019 der Kinderspielplatz für rund 12 000 Euro aufgewertet.
Wenn die Lage bei den Ausbaubeiträgen (Strabs) klar sei, dann würde auch die Sanierung von Straßen anlaufen. "Die Prioritäten muss aber der Stadtrat setzen", so der Bürgermeister. Die Kanal- und Wasserleitungsarbeiten in der Eigelsberger Straße bis zur Shell-Tankstelle seien bis Sommer 2019 abgeschlossen. Bis das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach die Deckschicht asphaltiert, sollte laut Planung auch der Ausbau des Kreisverkehrs laufen. "Das steht momentan", erklärte der Redner. Nachdem zwei Anlieger nicht einverstanden sind, befürchte das Amt Einsprüche. Zum Abschluss seines Berichts informierte Weigl noch, dass Bürger Termine mit Rathaus-Mitarbeitern auch außerhalb der Öffnungszeiten vereinbaren können.













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