Der Bauausschuss traf sich diese Woche zur zweiten Sitzung im Jahr 2019. Die Tagesordnung wurde um eine umfangreiche Ergänzungsliste erweitert. Zunächst informierte Bürgermeister Heinz Weigl über zwei Eilentscheidungen: Anbringung von Werbeanlagen am Finanzhaus Fuchs; Errichtung eines Gärrestlagers und einer Rückhaltemauer bei einer Biogasanlage in Nunzenried.
Die Eheleute Deyerl beabsichtigen, einen Teil des Cafés an den "Neuen Tag/Oberpfalz-Medien" zu verpachten. Der bisherige Lokal- und Thekenbereich wird in ein kleineres Lokal umgestaltet und gastronomisch weitergeführt (Eingang über ehemalige Bäckerei). Der Freisitz auf dem Vorplatz kann aufgrund des Zugangs zur Redaktion dort nicht mehr verbleiben. Deshalb lag dem Bauausschuss der Antrag vor, die Bestuhlung in den Sommermonaten vor dem neuen Lokaleingang errichten zu dürfen. Das Gremium zeigte sich damit einverstanden, wenn eine Fläche von vier auf sechs Meter nicht überschritten wird. Die drei verbleibenden öffentlichen Parkplätze dürfen nicht beeinträchtigt werden.
Eine Bauvoranfrage für den Neubau eines Einfamilienhauses in der Tannermühle sah das Gremium trotz Außenbereichslage positiv, wenn eine geregelte Abwasserbeseitigung nachgewiesen wird. Die vorliegenden Bauanträge stellte Bauamtsleiter Andreas Mandl detailliert vor, wobei jeweils das gemeindliche Einvernehmen erteilt wurde. Die Unterlagen wurden zur Genehmigung an das Landratsamt weitergeleitet.
Im Forst möchte ein Bauwerber die Doppelgarage abbrechen und eine Dreifachgarage (Außenbereichsvorhaben) errichten. In Obermurach ist ein Wintergarten (3,80 mal 6,50 Meter) an einem Wohnhaus in Nähe der Burg geplant. Bei einem landwirtschaftlichen Einzelgehöft in der Gemarkung Pirkhof soll das Obergeschoss des Wohnhauses für den Betriebsnachfolger umgebaut werden. Dazu möchte der Bauwerber das Dach abbrechen und den Kniestock erhöhen, um mehr Raumhöhe zu gewinnen. Außerdem ist ein Balkon vorgesehen. Ein Antrag lag für die Umnutzung eines ehemaligen Schweine- und Jungviehstalls in eine landwirtschaftlich genutzte Werkstätte in Pullenried vor. In Dietersdorf ist die Errichtung eines Austragshauses mit Einliegerwohnung und Doppelgarage geplant. Die Erschließung kann über das Bestandsgebäude erfolgen. Bei dem Neubau eines Geräteschuppens in der Nepomukstraße können die Baugrenzen nicht eingehalten werden; der Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans wurde zugestimmt. Dies galt auch für den Neubau eines Lagerschuppens und Unterstandes in der gleichen Straße im Hinblick auf Befreiungen bezüglich Wandhöhe, Dachform und Dachneigung.
Eine längere Ausführung verlas Mandl zum Neubau einer Holzlege im Winkl mit 15,40 Meter Länge und 4 Meter Breite. Die Bauwerberin bat die Stadt um eine Abstandsflächenübernahme beim angrenzenden städtischen Grundstück. Das Gremium stimmte zu, nachdem der betreffende Abschnitt als Weg genutzt wird. Beim Akustiker-Fachgeschäft am Marktplatz 18 fand ein Mieterwechsel statt. Die Firma Vitakustik GmbH hatte einen optisch verbesserten zweiten Vorschlag für das Anbringen von Werbeanlagen vorgelegt. Nachdem der städtebauliche Berater Siegi Wild diesen als altstadtgerecht einstufte, wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt.
Unter dem Punkt Allgemein lag eine Abschlussbewertung des städtebaulichen Beraters für eine abgeschlossene Maßnahme (Bahnhofstraße) im kommunalen Förderprogramm vor. Es wurde anerkannt, dass diese mit den beschlossenen Gestaltungszielen der Altstadtsanierung übereinstimmt. Außerdem lag ein Antrag auf Entfernung einer Eiche am städtischen Weg nahe der Dr.-Max-Schwarz-Straße vor. Schon im Vorjahr sei mindestens die Hälfte der Äste dürr geblieben und es sei anzunehmen, dass der Baum kurz- oder mittelfristig abstirbt. Nachdem der anliegende Garten erst im Laufe dieses Jahres angelegt wird, könnte eine Fällung noch problemlos erfolgen. Der Ausschuss stimmte zu.







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