Das Emil-Kemmer-Haus erlebte am Faschingssamstag eine Renaissance seiner einstigen Balltradition. Der Gemeinschaftsball der Katholischen Jugend hatte alle Tanzfreudigen von Oberviechtach und Umgebung zu einer beschwingten Faschingsballnacht zusammengeführt, bei der zu den Klängen der Gaudibursch'n weit über Mitternacht hinaus fleißig das Tanzbein geschwungen wurde.
Den Rhythmus am Schlagzeug gab Rudolf Teplitzky vor, seines Zeichens Bürgermeister von Oberviechtach, aber seit über 20 Jahren Schlagzeuger bei den Gaudibursch'n, die seit derselben Zeit die Hausband der Katholischen Jugend ist.
Für die war der Kehraus am Faschingsdienstag mit dem Begräbnis des Faschings ein Markenzeichen. Heuer schwenkten die Jugendlichen aber auch auf Anregung des Bürgermeisters auf den Gemeinschaftsball um, nachdem es mit der Pflege der einstigen Oberviechtacher Balltradition sehr schlecht bestellt war.
Dankbare Tanzfans
Der Sportlerball und der Rosenmontagsball der Feuerwehr sowie zuletzt der Kolpingball waren alle eingeschlafen. Die Corona-Pandemie mag hier noch als Beschleuniger gewirkt haben. Umso dankbarer zeigten sich die Tanzfans jetzt beim Gemeinschaftsball, der keineswegs nur ein ausgesprochener Jugendball war.
Vereinsabordnungen und Gruppen hatten sich zeitig Tische reserviert, so dass bei der Begrüßung durch Jugendsprecher Michael Fleischer der Saal fast schon gefüllt war. Im Laufe des Abends drängten sich dann die Gäste auch an den Stehtischen am Ende des Saals und in der angrenzenden Bar. Den guten Besuch dokumentierte auch der volle Parkplatz, auf dem bald keine Lücke mehr zu finden war.
Schlager, Rock und natürlich auch Walzer, Polka und Zwiefache bestimmten das Tanzprogramm der Gaudibursch'n. Tom Jones' „Sexbomb“ und Helene Fischers „Atemlos durch die Nacht“ gehörten ebenso zum Repertoire wie das „Hirtamoidl“ oder der Gaudititel „I hob an Fendt“. Frontman Peter Winter brauchte sich nicht groß anzustrengen, die tanzfreudigen Paare aufs Parkett zu holen.
Einlage der "vier Witwen"
Unter der musikalischen Begleitung von Michael Fleischer und Stefan Prey zogen dann vier „Witwen“ des Katholischen Frauenbundes in den Saal ein. „Wieder mal sind wir zu haben“ lautete das Motto ihrer Lachnummer, die verriet, wie sie in den Witwenstatus kamen.
Beschwingte Unterhaltung der Ballgäste gab es dann auch beim Show-Tanz der Mädchen von Grün-Weiß mit der Tanznummer „Das verrückte Labor“. „Gute Stimmung! Der Ball war super!“ kommentierte Michael Welnhofer als Präsident von Grün-Weiß die Ballnacht. Er freute sich über die hochmotivierten Gäste und überhaupt über diese Veranstaltung in Oberviechtach, denn „Bälle sind nach wie vor schwierig“.
„Der Wunsch nach einem Faschingsball alter Prägung war da“, bilanzierte Michael Fleischer den Gemeinschaftsball, bei dem die Katholische Jugend von der Garderobe über Service bis zum Barbetrieb alles selbst in die Hand nahm. Beim Speisenangebot (Gulasch, Sandwich, Obatzda) und bei den Eisspezialitäten wurden sie von Andrea Rauch unterstützt, die demnächst zusammen mit ihrem Partner der Gastronomie im Emil-Kemmer-Haus zu neuem Schwung verhelfen will.















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