25.05.2018 - 14:25 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Bauarbeiten nehmen Fahrt auf

Noch bis Juli müssen die Autofahrer längere Fahrzeiten einplanen. Denn die Bundesstraße 22 - zwischen Oberviechtach und der Landkreisgrenze Schwandorf/Cham - gehört derzeit den Baustellenfahrzeugen.

Kurz hinter der Einfahrt nach Oberviechtach im Gewerbepark - auf Höhe des Autohauses Hanauer - beginnt die neun Kilometer lange Sanierungsstrecke der Bundesstraße 22 bis zur Landkreisgrenze Schwandorf/Cham.
von Gertraud Portner Kontakt Profil

Seit Mitte März nerven Geschwindigkeitsbeschränkungen und Ampelregelungen auf der Bundesstraße 22. Doch erst seit der Vollsperrung - die noch bis etwa zur zweiten Juli-Woche andauern wird - ist vielen Autofahrern bewusst, wie wertvoll die 1938 eröffnete Ostmarkstraße als "Nord-Süd-Achse" für ein schnelles Vorankommen ist. Vor drei Jahren wurde der Abschnitt Tännesberg-Oberviechtach punktuell mit einer neuen Deckschicht überzogen. Jetzt ist der Bereich kurz nach der Einfahrt zum Gewerbepark Oberviechtach bis zur Landkreisgrenze Schwandorf/Cham an der Reihe. "Wir sind im Zeitplan", betont Eduard Gleich, Bauleiter für den Landkreis Schwandorf am Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach.

Noch bis etwa Mitte nächster Woche wird die Asphaltschicht abgefräst, danach werden die Schadstellen punktuell saniert und die Straße gereinigt. Nach den Schichtverbundarbeiten beginnt das Asphaltieren. Einige Daten: Die neue Deckschicht umfasst etwa 83 000 Quadratmeter. Die Sanierungsstrecke ist 9,4 Kilometer lang. Rund 2,6 Millionen Euro sind für die Maßnahme veranschlagt. Der Hauptauftragnehmer ist die Firma Huber in Rötz. Diese betreut auch die Baustelle der Mero (Mitteleuropäische Rohölleitung) auf Höhe Konatsried. Die Mero nutzte die Gelegenheit der Straßensanierung, um einen kleinen Defekt an der Rohrisolierung in vier Meter Tiefe zu beheben. Dies ist mittlerweile erfolgt. Mero-Prokurist Joachim Roggenbuck war am Freitag vor Ort und deutete auf die schwarz-glänzende Reperaturstelle am Rohr: "Das ist wie ein Heftpflaster". Durch das Schutzstromkabel am Rohr wurde die Messwarte in Vohburg darauf aufmerksam. Entstanden sei der Defekt beim Einschieben des Stahlrohrs in die vorher unter der B 22 durchgepressten Leitung. "Ab nächster Woche wird bis Höhe Frostschutz wieder verfüllt", betonte Roggenbuck.

Es gibt noch eine dritte Baustelle an der Bundesstraße. Auch die Stadt Oberviechtach nutzt die Gelegenheit und verlegt ihre Wasser- und Kanalleitung an der Einmündung zur Eigelsberger Kreuzung neu. Eine Ampelregelung regelt den Verkehr in Richtung Neunburg vorm Wald. Diese Durchfahrt bleibt vorerst offen. Ebenso gibt es mehrere Stellen für eine Querung, wie beispielsweise von Nunzenried nach Johannisberg oder von Zengeröd nach Winklarn. Beim Asphaltieren wird dies tageweise nicht möglich sein. "Vom Auftragen der Deckschicht bis zum Auskühlen dauert es etwa 24 Stunden", informiert Bauleiter Eduard Gleich.

Er dankt der Bevölkerung für das Verständnis. Dieses fehlt allerdings, wenn sich der Fernverkehr durch die Dörfer zwängt. Fast täglich gibt es Beschwerdeanrufe beim Straßenbauamt. "Wir haben gestern in Zusammenarbeit mit der Polizei die Beschilderung für die Umleitung nachgerüstet", informiert Gleich. Während die Lkws weiträumig umfahren sollten, können die Anlieger ab Oberviechtach über Schneeberg, Winklarn, Muschenried, Heinrichskirchen und Pillmersried die Bundesstraße in Richtung Cham erreichen.

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