28.02.2019 - 11:13 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Mit "Bazooka" aufs Podest

Bei "Jugend forscht" waren gleich 18 Schüler des Ortenburg-Gymnasiums am Start. Aufsehen erregten drei junge Tüftler mit einer eigenartigen Staubsauger-Konstruktion im Fachgebiet Physik. Dafür wurden sie gleich zweifach belohnt.

Sie waren die Messe-Lieblinge: Bastian Roßmann, Tim Reisnecker und Laurin Roßmann (von links) warfen mit ihrer Staubsaugerkonstruktion die Bälle bis zu 20 Meter weit. Unterdruck im Rohr macht es möglich.
von Georg LangProfil

Zehn Projekte erzielten beim 24. Regionalwettbewerb von "Jugend forscht" in Neumarkt in den verschiedenen Fachgebieten einen Regionalsieg. Eines dieser Siegerprojekte kommt vom Ortenburg-Gymnasium Oberviechtach. Die Brüder Bastian und Laurin Roßmann bauten zusammen mit Tim Reisnecker eine Staubsauger-Bazooka. Damit können Leute, die nicht so gut werfen können, mit ihrem Hund "Hol den Ball" spielen. Die Jungforscher untersuchten dabei insbesondere, wie sich die Flugweite variieren lässt.

Am Landesentscheid dabei

Für dieses Projekt sprach ihnen die Jury den Regionalsieg im Fachgebiet Physik in der Sparte "Schüler experimentieren" der unter 15-Jährigen zu. Bastian, Laurin und Tim qualifizierten sich somit für den Landesentscheid in Dingolfing. Die Vorführung ihrer Staubsauger-Bazooka entwickelte sich während der Messetage als wahrer Besuchermagnet, so dass die drei Oberviechtacher Tüftler überraschenderweise auch den Sonderpreis des Landkreises Neumarkt für einen "Stand mit besonders hoher Interaktion mit den Besuchern" zugesprochen bekamen.

Am Ortenburg-Gymnasium waren aber noch mehr Jungforscher aktiv. Insgesamt 18 Schüler beteiligten sich mit 10 von insgesamt 69 eingereichten Projekten und Erfindungen am Wettbewerb. Ihnen gelang es, noch weitere Preise zu erzielen. In der Sparte "Schüler experimentieren" erhielten Lena Ebnet und Hanna Münz den 3. Platz im Fachgebiet Biologie mit ihren "Tipps zur Frischhaltung von Schnittblumen". Drei Teelöffel Zucker in 400 ml Wasser halten Schnittblumen länger frisch. Tulpen blühten so ganze zehn Tage.

Sina Feneis errang für ihre "Tipps für den klaren Durchblick" den 3. Platz im Fachgebiet Chemie. Trägt man eine Mischung aus 15 Tropfen Spülmittel und 5 Tropfen Spiritus dünn auf die Brille auf, beschlägt sie nicht, sondern aus den feinen Wassertröpfchen wird ein Wasserfilm, durch den man hindurchsehen kann. In der Sparte "Jugend forscht" der ab 15-Jährigen wurde Leonhard Lippert für seinen "Hydraulischen Widder" mit dem 2. Platz im Fachgebiet Physik ausgezeichnet. Dieser Beitrag ist aus einer W-Seminar-Arbeit entstanden. Das Biologie-Projekt "Rettet die Lappen! Weg mit den Bakterien!" von Lena Scheck und Sarah Deml wurde mit dem "Sonderpreis Umwelttechnik" prämiert. Die Mädels fanden heraus: "Gibt man einen Lappen zwei Minuten in die Mikrowelle ist der Bakterienbefall deutlich reduziert."

Die 18 Oberviechtacher Teilnehmer stellten sich zusammen mit den Betreuerinnen Paula Deml (Zweite von links) und Andrea Klug (rechts) der Jury von "Jugend forscht".

Sonderpreise ergattert

Jeweils einen der Sonderpreise des Lions-Club konnten folgende Teilnehmer ergattern: Anna-Lena Hummer und Paula Winter für die Überwachung von "Katzen und ihren Wegen" per GPS. Ihre Auswertung: Im Schnitt legt jede Katze pro Nacht bis zu zehn Kilometer zurück. Sarah Chmura für ihre Arbeit über "Anna-Zahlen & Co", Kilian Maier und Vincent Walbrun mit der ferngesteuerten Sämaschine "Sämi", Anna-Lena Meier, Mirjam Liebl und Paula Rehfeldt für die "Untersuchung des pH-Werts vom Speichel" und Leon Roiger für das Projekt "Energie aus Wasserkraft - Optimierung eigener Modelle".

Begleitet wurden die engagierten Schüler zu diesem ereignisreichen zweitägigen Wettbewerb von den Lehrkräften Paula Deml und Andrea Klug. Betreut wurde die Entwicklung der Projekte zudem auch von Oberstudienrat Johannes Klug.

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