(ptr) Dritter Bürgermeister Peter Forster leitete am Dienstagnachmittag die Bauausschusssitzung im Rathaus. Er konnte dabei auf Unterstützung von Andreas Mandl, Leiter des Bauamtes, zählen. Auf der Ergänzungsliste stand eine Bauvoranfrage von Elsa Mösbauer für ein Grundstück am nordwestlichen Ortsrand von Pullenried in Richtung Pirk. Diese bat um einen Vorbescheid zur Erstellung einer Koppel zur Pferdehaltung und gegebenenfalls Ausbau des Garagengebäudes in einen Pferdestall, Errichtung eines Unterstandes für Pferde in Holzbauweise sowie Einteilung des Geländes in Segmente mittels Zaun. Ein Teil der Fläche liegt im Dorfgebiet; die landwirtschaftliche Fläche im Außenbereich. Der Bauausschuss erteilte das gemeindliche Einvernehmen einstimmig; ob eine Privilegierung für den Außenbereich vorliegt, muss die Bauaufsichtsbehörde (Landratsamt) entscheiden.
Kfz-Werkstätte geplant
Weiter ging es mit den Bauanträgen. Von der Alpha Immobilienvermietung Vierte GmbH & Co. lag der Bauantrag für den Neubau eines Einzelhandelsgeschäfts (Lidl-Markt) an der Muracher Straße/Am Schießanger vor. Wie Mandl informierte, ist der Bebauungsplan "Sondergebiet Einzelhandel" in Kraft gesetzt. Der Bauausschuss nahm vom Bauantrag (1350 Quadratmeter Verkaufsfläche) Kenntnis und beschloss das gemeindliche Einvernehmen einstimmig. Dieses gab es auch für die weiteren Vorhaben. Martin Böhm kann einen Schuppen in der Klostergasse abreißen und einen Ersatzneubau mit einer Doppelgarage und Geräteschuppen hochziehen.
Stefan Krämer kann den Neubau einer Kfz-Werkstätte in Nunzenried anpacken. Er hatte 2017 eine ähnliche Bauvoranfrage (wurde positiv beurteilt) gestellt, drehte jetzt aber das Gebäude um 90 Grad, so dass es parallel zur Straße steht. Zwischen Stadt und Bauwerber ist eine Sondervereinbarung bezüglich der Erschließung notwendig.. Nichts spricht dagegen, dass die Hauser Metall GmbH einen Kaltvergaser (Lager für flüssigen Stickstoff) im Industriegebiet West aufstellt. Thomas Schüller stellte den Antrag auf Verlängerung der Geltungsdauer der Baugenehmigung vom 22. August 2014 für die Errichtung einer kleinen Windkraftanlage Antaris 6,5 KW mit einer Gesamthöhe von 27 Metern in Eigelsberg. Wie Mandl ausführte, handelt es sich um einen Außenbereich, wobei 2014 die 10-H-Abstandsregelung noch nicht in Kraft war. Die damals ausgesprochene Baugenehmigung verfällt innerhalb vier Jahren und kann um zwei Jahre verlängert werden - allerdings nach neuer Rechtslage. Innerhalb dem Radius von 270 Meter stehen diverse Wohnhäuser. "Das Vorhaben ist deshalb bauplanrechtlich nicht zulässig und kann nicht verlängert werden", lautete der Beschluss. Natalie und Robert Kiel können ein Einfamilienhaus mit Doppelgarage im Baugebiet "Rechts des Wolfgrubenwegs" (Am Schlosserfeld) errichten. Der Bauausschuss stimmte auch den beantragten Befreiungen zu.
Kindergarten beengt
Die Katholische Pfarrkirchenstiftung stellte einen Antrag auf Nutzungsänderung eines Raumes im Obergeschoss des Kindergartens St. Marien. Wie Andreas Mandl erläuterte, handelt es sich um die Umnutzung des Besprechungsraumes als Gruppenraum für 23 Kinder. Schon beim Bau der Kinderkrippe sei dieser als Ausweichraum genehmigt gewesen, allerdings müssten brandschutzrechtliche Vorschriften beachtet werden. Wie einige Stadträte zu bedenken gaben, müsse sichergestellt sein, dass dies keine Auswirkung auf den festgestellten Raumbedarf für den geplanten Kindergartenneubau habe. Nach Abklärung stand fest, dass es sich um eine vorübergehende Nutzung handelt, welche nicht förderschädlich sei. Das gemeindliche Einvernehmen wurde einstimmig erteilt.
Unter dem Punkt "Allgemeines" ging es noch um das Kommunale Förderprogramm 2018 zur Altstadtsanierung. Als Privatmaßnahme ist die Erneuerung der Fassade am Rückgebäude des Anwesens in der Nabburger Straße 8 geplant sowie die Erhaltung der vermutlich letzten Fragmente der Stadtmauer. Stadtplaner Siegi Wild hat das Vorhaben bereits positiv bewertet; auch die Stadträte sahen dies so.














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