12.06.2019 - 08:35 Uhr
OberviechtachOberpfalz

„A bisserl was geht immer"

Auf eine musikalische Reise durch Deutschland, Österreich und Italien nimmt das Duo "Zwo Achterl bitte!" sein Publikum mit. Zusätzlich gibt es Einblicke in die emotionale Gefühlswelt des Monaco Franze.

Die zwei sympathischen Sänger Rainer Kapalla und Roland Winkler (von rechts) des Duos „Zwoa Achterl bitte!“ unterhielten die Gäste im Pfarrheim mit lustigen „Gschichterln“ und toller Musik.
von Udo WeißProfil

„Respekt, dass so viele da sind“, bemerkte Rainer Kapalla und trat vom ersten Moment in Kontakt mit dem Publikum im Pfarrheim. Gabi Ried begrüßte das Duo „Zwoa Achterl bitte!“ mit Kapalla und seinem Mitstreiter Roland Winkler, die bei den Freunden der Kunst im Zuge der Festspielwochen gastierten. Das Duo unternahm eine musikalische Reise durch Deutschland, Österreich und Italien, bei der die emotionale Seite des Monaco Franze, des „ewigen Stenz“, im Mittelpunkt stand. So titelt auch das Programm „A bisserl was geht immer“ – das Motto der einst von Schauspieler Helmut Fischer verkörperten Kultfigur.

Mit Liedern wie „So viele schöne Frauen gibt's“, „Mei übergroßes Gfühl“ und „Mia san a Rock'n'Roll-Band“ sangen sich die beiden sympathischen Musiker schnell in die Herzen des Publikums. Tausendsassa Rainer Kapalla aus Kallmünz, Liebhaber edler Weißweine, bekennender Fußballfan, begeisterter Sportler und malendes Mitglied der Künstlergruppe Mosaik, ist der große Geschichtenerzähler des Duos. Der sportbegeisterte Naturliebhaber Roland Winkler aus Stetten/Wolfsegg mit Hang zu selbstverfasster Poesie, Gedichten und literarischen Kurzgeschichten ist der kreative Kopf, von dem viele der Texte und Lieder des Programms stammen.

Publikum singt kräftig mit

Die zwei authentischen Musiker nahmen die Gäste mit auf eine musikalische Reise, bei der sie die Stories des Monaco Franze und ihre eigenen Geschichten verschmelzen ließen. Mit lustigen, wahren, aber auch augenzwinkernden Geschichten, untermalt mit Songs von STS, Wolfgang Ambros, Rainhard Fendrich, und der Spider Murphy Gang sowie Eigenkompositionen brachten sie die Gäste zum Träumen, Lachen und Mitmachen. Ihre "wilden" Phasen hatte das Duo im Lied „Es is mei perfekte Zeit“ verarbeitet, und bei das „Gschiß mit der Elli“ ging es um einen Flirt. „Heiße Nächte in Palermo“ lösten beim Publikum Begeisterung aus, nicht zuletzt, weil es den Refrain mit sieben „oh“ in den Saal schmetterte. Die Songs „So a heißa Sommer“, und "Sommer in der Stadt" wurden „wegen der Hitze kurzfristig ins Programm aufgenommen“, ebenso das von Roland Winkler geschriebene Lied „30 Grad“. Mit der Regel, „lachen und schauen, dass es beim Flirt bleibt, denn sonst wird´s a Gschiß“, sowie einem Flirtlied ging es in die Pause.

Über Opa und verpasste Liebe

Im zweiten Teil nahm die musikalische Reise noch mehr Fahrt auf. Da war die Liebeshymne auf den Opa, den ersten Freund, der immer gute Ratschläge hatte und der mit dem aufwühlenden Song „Großvater“ von STS besungen wurde. Ebenso die Geschichte von der verpassten Schulhofliebe, die mit „Du entschuldige ich kenn di“ thematisiert wurde. Überhaupt übernahm das Publikum gegen Ende einen großen Teil der Gesangspartien und schmetterte die bekannten Refrains mit. Trost gab es für Gabi Ried mit „Kopf hoch, Gabi, so a schena Tag“. Sie musste nämlich am nächsten Morgen um fünf Uhr früh zum Wallfahren.

„Jede Reise hat ein Ende, wir hoffen ihr hattet eine gute“, so verabschiedete das Duo mit dem Hit „Schware Partie“ von Seiler und Speer. Mit „dieser Abend war keine schware Partie für uns“, bedankten sich die Künstler und gemäß dem Motto des Abends „A bisserl was geht immer", spielten sie einige Zugaben. Die Gäste dankten ihrerseits mit riesigem Applaus und Gabi Ried überreichte ein Eisenbarth-Elixier.

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