19.09.2019 - 12:12 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Brandschutz auf Höhe der Zeit

Eine Rundfahrt führt den Bauausschuss zu mehreren Feuerwehrhäusern im Stadtgebiet. Technische Neuerungen und Umbauten haben in den vergangenen Monaten für ein Update in Sachen Brandschutz gesorgt. Außerdem nimmt die Baukonjunktur Fahrt auf.

Einen Eindruck verschafften sich die Bauausschuss-Mitglieder von den Sanierungs- und Umbauarbeiten in mehreren Feuerwehrhäusern. Gut über 100 000 Euro hat die Stadt Oberviechtach beispielsweise für die nun vorgeschriebenen Abgas-Absauganlagen investiert.
von Christof FröhlichProfil
Das frühere "Bildhauer-Haus" in der Karfreitaggasse soll abgerissen und durch ein neues Wohnhaus ersetzt werden.

Die Ortschaften Eigelsberg, Mitterlangau und Wildeppenried waren die Stationen der Besichtigungstour, zu der die Mitglieder des Bauausschuss aufgebrochen waren. In den sanierten Feuerwehrgerätehäuser verschaffte sich das Gremium einen Eindruck von den vorgenommenen Umbauten. In Sachen Brandschutz sind diese Liegenschaften auf dem neuesten Stand gebracht worden.

Nun sind die drei Gerätehäuser jeweils mit einer Anlage zum Absaugen von Abgasen ausgestattet, ebenso mit neuen Ausfahrtstoren samt Signalampel. Der Zugang wird über automatische Türschließanlagen geregelt. Unter anderem wurden teilweise die Treppenhäuser erneuert, mit neuen Fenstern sowie einem frischen Innen- und Außenanstrich stehen die Feuerwehrhäuser blitzsauber da. Als weiterer Baustein für den zeitgemäßen Brandschutz wurde beispielsweise noch die Sanierung des Unterrichtsraums in Eigelsberg genannt. Und in Wildeppenried wurde von der Spielplatz-Seite her, ein neuer Zugang für die Aktiven im Einsatzfall geschaffen.

Das größte Teilprojekt stellte der Einbau der neuen Abgasabsauganlagen in den Gerätehäusern dar. Gut über 100 000 Euro hatte die Stadt dafür investiert. Auch die Gerätehäuser in Lind, Nunzenried, Pirkhof und Pullenried sind in der Vergangenheit damit ausgestattet worden. Zusätzlich rückte bei dieser Besichtigungstour das Engagement der Ortsteilbewohner in den Fokus: Bürgermeister Heinz Weigl war voll des Lobes über den Einsatz der Hausbesitzer und Dorfvereine um ein schönes Ortsbild. Damit werde der Stadt Oberviechtach ein großer finanzieller Aufwand erspart.

Die nächste "Haus-Aufgabe" auf dem Brandschutzsektor steht der Stadt Oberviechtach schon bevor. Die geplante Sanierung der Gebäude der Stützpunktwehr Oberviechtach ist das nächste große Projekt. Das Vorhaben wird wegen des großen finanziellen Aufwandes in Bauabschnitten in den nächsten Jahren über die Bühne gebracht.

Zuvor war in der Sitzung im Rathaussaal deutlich geworden, dass die Baukonjunktur vor Ort weiter anzieht. Eine Vielzahl verschiedener Bauanträge lag zur Genehmigung auf dem Ratstisch. Grünes Licht gab es aus dem Gremium für den Anbau eines Melkzentrums mit Abkalbebereich in Pullenried sowie für den Aufbau der Werbeanlagen am neuen Lidl-Markt im Bereich Schießanger/Muracher Straße.

Für das mittlerweile unansehnlich gewordene ehemalige "Bildhauer-Haus" in der Karfreitaggasse scheinen die Tage gezählt zu sein. Der Ausschuss genehmigt den Antrag des Eigentümers für den Abriss des alten Anwesens und den Bau eines neuen Wohnhauses. Die baurechtliche Genehmigung versagte das Gremium auch nicht verschiedenen Projekt-Schritten für die Sanierung des Jahnstadions: Für Sanierung von Schulsportanlage, Tribüne und Freianlagen, den Einbau von Lagerräumen und der Herstellung der Barrierefreiheit gab es das Einvernehmen für die Stadt Oberviechtach. Nichts hatten die Räte auch gegen den Plan eines örtlichen Transportunternehmens für den Bau einer Lagerhalle als Speditionslager im Industriegebiet West in Oberviechtach.

Aktuell und Wissenswert

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.