"Wir müssen die nächsten zwei Jahre Straßenbau machen", sagte Bürgermeister Heinz Weigl bei der Stadtratssitzung am Dienstag. Punkt vier der Tagesordnung war der Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße (GVS) "Bahnhof Lind-Nunzenried". Die Verwaltung erhielt einstimmig den Auftrag, die Maßnahme in die Wege zu leiten.
Förderbescheid liegt vor
Weigl informierte zunächst, dass für die sehr marode GVS Mitterlangau-Pirk der Förderbescheid bereits vorliegt. Die Kosten für die Maßnahme belaufen sich auf etwa 576 000 Euro (Zuschuss rund 300 000 Euro). Die Arbeiten am 1,8 Kilometer langen Straßenstück sollen falls möglich noch heuer starten. Anschließend sei der Ausbau der GVS "Bahnhof Lind-Nunzenried" (2,3 Kilometer) geplant. "Das ist eine der schlechtesten Straßen die wir haben", meinte der Bürgermeister. Diese weise in ihrer bituminösen Deckschicht Verdrückungen und Durchbrüche auf. Der Oberbau sei nicht ausreichend frostsicher und es fehle eine ausreichende Entwässerungseinrichtung. Wie Bauamtsleiter Andreas Mandl in einer groben Kostenschätzung zusammenstellte, sei von Ausbaukosten (mit Oberbauverstärkung) in Höhe von rund 703 000 Euro auszugehen. Die Planungskosten belaufen sich auf etwa 73 000 Euro. Bei einer richtlinienkonformen Bauausführung könnten 58 Prozent der Ausbaukosten gefördert werden (ohne Nebenkosten). Damit ergebe sich ein Eigenanteil der Stadt in Höhe von etwa 366 000 Euro. Es sei vorgesehen, 2019 den Förderantrag zu stellen, um mit dem Bau im Jahr 2020 beginnen zu können.
Ausbau sinnvoll
"Der Ausbau ist durchaus sinnvoll", betonte PWG/SPD/JW-Fraktionssprecher Josef Lohrer. Nach der Planung müsste man allerdings erst schauen, "ob wir uns das 2020 leisten können". Es lägen viele Projekte vor und deshalb sollte man sich nicht vertraglich binden. Auch CSU/CWG/Aktive-Fraktionssprecher Alexander Ried zeigte sich mit der Planung der Maßnahme einverstanden. "Was wir brauchen ist eine klare Prioritätenliste, damit wir wissen, welche Straße als nächstes ansteht", wünschte sich Ried. Denn dann tauchten auch nicht jedes Jahr im Frühling Überraschungen auf. "Die Liste existiert. Die Fraktionen müssten diese haben", erklärte Heinz Weigl unter Zustimmung seiner Sekretärin.
Im Ausblick erklärte er, dass im Jahr 2021 die Straße von Pirk nach Oberlangau (Abfräsen und Asphaltieren) ansteht. "Damit sind dann unsere Überlandstraßen wieder in Ordnung", betonte Weigl. Barbara Ruhland vermisste die Straße vom Feuerwehrhaus Pirkhof bis zum Anwesen Eckl, wofür es bereits einen Beschluss gebe. Der Bürgermeister informierte, dass hier auch ein Wasserleitungsbau erforderlich geworden sei und Parkplätze zu bauen sind. "Wenn dann machen wir es gescheit und reißen die Straße nicht nach zwei Jahren wieder auf", lautete der Standpunkt des Bürgermeisters. Und er ergänzte: "Wir haben in der Innenstadt mehrere Buckelpisten, die häufiger befahren werden."
Bei der Stadtratssitzung informierte Weigl auch über einen besonderen Termin in der Grenzlandkaserne: „Der Sohn eines Soldaten unserer Patenkompanie ist an Leukämie erkrankt. Deshalb hat sich das Panzergrenadierbataillon 122 dazu entschlossen, eine Typisierungsaktion durchzuführen.“ Die Stadt unterstütze die Aktion und stelle die Mitarbeiter ab. Der Bürgermeister appellierte an die Bevölkerung, sich ebenfalls typisieren zu lassen. Termin ist am Dienstag, 26. Februar, von 13 bis 16 Uhr in der Kaserne (an der Wache melden und Ausweis mitbringen). Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Grundsätzlich kann jeder zwischen 17 und 55 Jahren als potenzieller Stammzellenspender registriert werden.
Außerdem wurden die in den Dienstversammlungen gewählten Kommandanten bestätigt. Bei der Feuerwehr Eigelsberg sind dies Gottfried Berger mit Stellvertreter Dominik Rückl, bei der Feuerwehr Wildeppenried Kommandant Michael Schlagenhaufer mit Stellvertreter Stefan Hammerer sowie bei der Feuerwehr Nunzenried Bernhard Gäbl mit Stellvertreter Jochen Walzok. Bürgermeister Heinz Weigl informierte über eine nichtöffentliche Vergabe. So hat der Stadtrat in seiner Sitzung am 15. Januar beschlossen, für die Feuerwehr Oberviechtach einen Rüstwagen (Scania-Fahrgestell) zum Preis von 489 631 Euro anzukaufen.









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