Es ist zwar noch eine geraume Zeit hin, aber Bürgermeister Heinz Weigl hat zusammen mit seiner Familie die Entscheidung schon getroffen: Er steht bei den nächsten Kommunalwahlen für die Wahlperiode 2020 bis 2026 nicht mehr als Bürgermeister-Kandidat zur Verfügung. "Diese Entscheidung ist definitiv", so Weigl im Gespräch mit Oberpfalz-Medien.
Aus Altersgründen
Heuer im Juli vollendet Weigl sein 61. Lebensjahr. "Zum Ende der Wahlperiode im April 2020 bin ich fast 63 Jahre und wenn ich nochmal antrete und gewählt werde, bin ich nach weiteren sechs Jahren dann 69", rechnet er vor. Und mitten unter der Amtszeit dann aufhören, komme für ihn nicht in Frage. Nachdem für ihn persönlich die Entscheidung gefallen sei, sei es ihm ein Anliegen, auch die Bevölkerung darüber zu informieren. Außerdem sollen die Parteien und Wählergruppen entsprechend Zeit haben, nach geeigneten Kandidaten zu suchen.
Seit fast 30 Jahren ist Weigl in der Kommunalpolitik tätig (siehe Info-Kasten) und 2020 dann zwölf Jahre lang als Erster Bürgermeister. "Das reicht", meint der gelernte Verwaltungsfachangestellte, der am 1. September 1997 seine Ausbildung beim Landratsamt Schwandorf begann. Wobei er einschränkt: Sofern es gewünscht wird, werde er sich 2020 nochmals für den Kreistag, dem er seit Mai 2014 für die Freien Wähler angehört, zur Verfügung stellen, "um für die Stadt und die Region noch etwas zu erreichen". Ausdrücklich betont der 61-Jährige, dass seine Entscheidung "nichts mit der derzeitigen politischen Lage und auch nichts mit der PWG zu tun hat". "Es sind ausschließlich altersbedingte Überlegungen", sagt Weigl. Einerseits falle es ihm leicht, aufzuhören, andererseits sei es ihm wichtig, dass das Amt in gute Hände kommt. Eine politische Bilanz will der Bürgermeister jetzt noch nicht ziehen, da "der Job natürlich ganz normal weitergeht bis zum Ende".
"Ohne sich zu beweihräuchern" ist er schon der Ansicht, dass in Oberviechtach Einiges vorangegangen ist, wenn er beispielsweise an die Sanierung der Mittelschule und des Friedhofs oder die zahlreichen Projekte gemeinsam mit der Schwarz-Stiftung wie MP 12, MP 18 oder ans Haus der Stiftung denkt.
Kandidatenreigen
Mit der Sanierung von Feuerwehrhäusern, dem Ankauf von Feuerwehrfahrzeugen, dem Einstieg in die Grundschulsanierung, mit Straßensanierungen samt Wasser- und Abwassermaßnahmen, Industriegebietsausweisung und Stadtsanierung stünden auch noch viele Projekte bevor. Bevor Weigl im Jahre 2008 zum hauptamtlichen Bürgermeister der Stadt Oberviechtach gewählt wurde, war er Verwaltungsleiter der Asklepios-Klinik Oberviechtach.
Wie es dann weitergeht, wenn er mit dann knapp 63 Jahren in den beruflichen "Ruhestand" geht, will Weigl noch offen lassen. Aber eines hat er sich vorgenommen: Heinz Weigl will sich weiterhin in das Vereins- und ins öffentliche Leben einbringen. Spannend wird es allemal werden, welche Bürgermeister-Kandidaten oder -Kandidatinnen für 2020 ins Rennen um die Wählergunst gehen und wer letztlich auf dem Rathaus-Sessel Platz nimmt. Der Kandidatenreigen ist wohl eröffnet.
Am 1. August 1989 begann die kommunalpolitische Ära von Heinz Weigl , als er für den neugewählten Bürgermeister Wilfried Neuber in den Stadtrat nachrückte. Vom 1. Januar 1998 bis 30. April 2008 war er Fraktionssprecher der PWG/SPD/JB bzw. der PWG/SPD/FDP/CWG-Fraktionsgemeinschaft.
Sechs Jahre lang fungierte Weigl vom Mai 2002 bis April 2008 als dritter Bürgermeister. Als Kandidat der PWG (Stadt und Ortsteile) zog er zum 1. Mai 2008 als Bürgermeister ins Rathaus ein und wurde 2014 in seinem Amt bestätigt. Die Wahlperiode endet zum 30. April 2020. Seit 2014 sitzt Weigl für die Freien Wähler auch im Kreistag des Landkreises Schwandorf.
Als Vorsitzender führte Heinz Weigl die PWG von 2006 bis 2015. Von 1987 bis 2000 war er Vorsitzender der Handballabteilung im TSV Oberviechtach, anschließend fünf Jahre lang zweiter. (kö)













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