02.08.2020 - 14:51 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Caritas-Sozialstation installiert Geschäftsführerin

Claudia Reiter übernimmt bei der Caritas-Sozialstation Oberviechtach Aufgaben der Geschäftsführung. Vorsitzender Hubert Ruml freut sich auf die Unterstützung. Denn er hat ein Zukunftsprojekt im Auge.

Claudia Reiter (vorne, Mitte) ist ab sofort Geschäftsführerin des Vereins Caritas-Sozialstation Oberviechtach. Die beiden Vorsitzenden Hubert Ruml (rechts davon) und Pfarrer Herbert Rösl (links) erhielten für den Vorschlag die Unterstützung der stimmberechtigten Mitglieder und von Pflegedienstleiterin Christiane Böhm (links).
von Gertraud Portner Kontakt Profil

Seit die Caritas-Sozialstation (CSS) Oberviechtach auf eigenen Beinen steht, stimmt auch die Bilanz. Das ist mit ein Verdienst des Vorsitzenden Hubert Ruml. Er ist dreimal die Woche im Büro in der Nunzenrieder Straße anwesend und möchte hier in Zukunft etwas kürzer treten.

Sein Vorschlag, eine Geschäftsführerin zu installieren, fiel bei der Mitgliederversammlung auf fruchtbaren Boden. Einstimmig sprachen sich alle Anwesenden für Claudia Reiter aus Stadlern aus. Die Fachwirtin im Sozial- und Gesundheitswesen ist durch ihre Tätigkeit im CSS-Büro seit Jahren bestens mit dem Geschäftsbetrieb vertraut. Reiter bedankte sich für das Vertrauen. Vorher wurde noch eine neue Geschäftsordnung beschlossen.

Seit 2016 steht die Caritas-Sozialstation Oberviechtach auf eigenen Beinen

Bauträger für Tagespflege

Alexander Wutz von der Steuerkanzlei Schneider stellte die Bilanz des Geschäftsjahres 2019 vor und erläuterte die Investitionsrücklage. "Die Sozialstation wirtschaftet sehr gut", lobte der Steuerexperte. Aufgrund der großen Nachfrage sucht der Verein einen Bauträger für eine Tagespflegestation. Die Caritas-Sozialstation würde die Einrichtung mieten und betreiben. "Die Kirchenstiftungen haben kein Interesse, aber die Firma Baumer würde sich mit einem Grundstück beteiligen", informierte Hubert Ruml. Er gab Wutz eine Hausaufgabe fürs Steuerberatungsbüro mit: "Vielleicht gibt es eine Idee?" Dieser versprach, sich umzuhören. Wie er von steuerlich betreuten Stationen berichtete, seien Tagespflegeeinrichtungen gut ausgelastet und von den Angehörigen von Pflegebedürftigen auch sehr gefragt. Claudia Reiter stellte die Gewinn- und Verlustrechnung 2019 detailliert vor; ebenso den Haushaltsplan für 2020. Hubert Ruml berichtete von zwei Vorständetreffen der früher vereinten vier CSS-Stationen. Ein Lob hatte der Vorsitzende für die Oberviechtacher Einrichtung parat: "Es herrscht ein sehr gutes Betriebsklima mit wenig Krankheitsfällen. Das trägt auch mit bei zu einem positiven Jahresergebnis."

Corona erschwert Pflege

Zur Sprache kamen die Erschwernisse in der Pflege seit Ausbruch der Coronakrise. Pflegedienstleiterin Christiane Böhm lobte ihr Team für den engagierten Einsatz und informierte über die laufend anzupassenden Hygienevorschriften. "Es war anfangs sehr beschwerlich und teuer, die Masken zu beschaffen. Wir erhielten sogar welche von Schreinereien", berichtete Böhm. Öfters sei sie auch frühmorgens ans Landratsamt gefahren. Während die Station im Pflegebereich keine Einbrüche verzeichnen musste, ging die Nachfrage nach hauswirtschaftlichen Diensten gewaltig zurück. Mehrheitlich wurde beschlossen, dass die Krankenpflegevereine wie bisher 85 Prozent der Mitgliedsbeiträge an die Caritas-Sozialstation abführen. "Sie erhalten weiterhin am Jahresende eine detaillierte Aufstellung aller erbrachten Leistungen für Mitglieder ihres KPV", versprach Geschäftsführerin Claudia Reiter. Dank galt Stadtpfarrer Alfons Kaufmann, der als Hausherr die Versammlung im Pfarrheim ermöglicht hatte. Der stellvertretende Vorsitzende, Pfarrer Herbert Rösl aus Teunz, dankte Hubert Ruml für sein Engagement und beendete die Versammlung mit einem Gebet.

Es herrscht ein sehr gutes Betriebsklima mit wenig Krankheitsfällen. Das trägt auch mit bei zu einem positiven Jahresergebnis.

Hubert Ruml, Vorsitzender der Caritas-Sozialstation Oberviechtach

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