Einen leidenschaftlichen Appell, sich der Gewerkschaft der Polizei (GdP) anzuschließen, richtete der stellvertretende Bezirksvorsitzender der GdP, Gerhard Knorr, an die Bediensteten seiner Bezirksdirektion. Nur aus einer auch personell starken Gewerkschaft heraus sei es möglich, weiterhin gute Arbeits- und Einkommensbedingungen für die Kollegen in allen Alters- und Besoldungsstufen zu erzielen.
Wie in vielen Vereinen oder anderen Organisationen, so Knorr, werde es auch in der GdP immer schwieriger, junge Menschen zu begeistern, im Ehrenamt Verantwortung zu übernehmen. Oft erfahre er erst auf Umwegen oder viel zu spät von Problemen jüngerer Kollegen, dabei sei er bereit, wo immer es möglich sei, bei Problemen zu helfen. Nur müssten sie eben rechtzeitig an ihn herangetragen werden.
Er selbst habe sich die Unterstützung Anderer zur Lebensaufgabe gemacht. So habe er nun wieder das Amt des Finanzvorstandes der Kreisgruppe übertragen bekommen, das er bereits 1995 schon einmal innehatte. Personalrat Knorr ging auf die von der GdP erreichte "Altersteilzeit" ein, die früher ab 55 Jahre möglich war, dann aber auf das Lebensalter von 60 Jahren und für Behinderte auf 58 Jahre heraufgesetzt worden sei. Mit der allgemeinen Lebensarbeitszeitverlängerung sei diese Altersteilzeit auch wieder für die Polizeibeamten interessant geworden, da bis zum Dienstzeitende die Regelung 60 Prozent Arbeitszeit und 40 Prozent Freizeit bei einem 80-prozentigen Gehalt genutzt werden könne. Am 1. Mai ist laut Knorr das neue "Arbeitszeit-Schichtmodell" für ein Jahr in eine Probephase gegangen. Nun könne ab dem 30. April dort, wo es sich nicht bewährt habe, wieder zu früheren und möglicherweise besser bewährten Arbeitszeit-Schichtmodellen zurückgekehrt werden.
Nicht zuletzt dank der GdP sei inzwischen die Umstellung der Uniformen von Grün auf Blau erfolgt. Wo noch "nachgebessert" werden müsse, solle das an die GdP herangetragen werden. Als Verdienst der GdP sei auch die deutliche Heraufsetzung der Zulage für den "Dienst zu ungünstigen Zeiten" (DuZ) zu sehen, die deutlich und für den Geldbeutel der Polizeibediensteten spürbar angehoben worden ist. Derzeit werde um deutliche Verbesserung der Einkommensverhältnisse gekämpft.
Um ein bestmögliches Ergebnis zu erreichen, müsse dafür möglicherweise wieder "auf die Straße gegangen" werden. Knorr gabt dafür um größtmögliche Unterstützung. Er dankte insbesondere den Beamten, die im Einsatz ihre Gesundheit riskieren und wusste eine verbesserte Ausrüstung wie die neue Dienstpistole zu schätzen.













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