16.07.2019 - 10:52 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Eisenbarth-Schule verankert Demokratie im Lehrplan

Eine exklusive Auszeichnung hat die Doktor-Eisenbarth-Schule erhalten: Sie gehört zu den zehn Mittelschulen in der Oberpfalz, die Träger des „Gütesiegel Demokratie“ sind.

Voller Stolz nahmen drei Schüler – in Vertretung für die ganze Doktor-Eisenbarth-Mittelschule – die Auszeichnung durch Kultusstaatssekretärin Anna Stolz entgegen.
von Alois KöpplProfil

„Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit", stellte Kultusstaatssekretärin Anna Stolz fest, als sie in der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit in München das "Gütesiegel Demokratie – Verantwortung (er)leben" überreichte. Demokratie lebe vom Mitmachen und vom Engagement jedes Einzelnen. Sie freue sich, zehn Mittelschulen aus der Oberpfalz diese Auszeichnung zu überreichen. Diese förderten das politische Bewusstsein und die demokratische Kompetenz ihrer Schüler in besonderer Weise.

Mit dem „Gütesiegel Demokratie" wird das Engagement von Mittelschulen gewürdigt, die – in Zusammenarbeit mit der ganzen Schulfamilie und externen Partnern – einen besonderen Beitrag zur Demokratie- und Werteerziehung ihrer Schüler leisten. Die ausgezeichneten Mittelschulen, unter ihnen die Doktor-Eisenbarth-Mittelschule Oberviechtach, haben es sich auf die Fahnen geschrieben, Demokratie und Werte im Schulalltag und durch vielfältige Projekte erfahrbar zu machen. Den Schülern werden Impulse gegeben, um in Schule und Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen und für Werte und Demokratie einzustehen.

Zur Verleihung waren Schüler aus der Klasse 5b mit Klassenleiterin Astrid Senft, SMV-Koordinator Jürgen Dietl und Schulleiter Werner Winderl nach München gereist. Voller Stolz nahmen drei Schüler – in Vertretung für die Schule – die Auszeichnung entgegen und präsentierten souverän den Beitrag der "Eisenbarthianer". In einer ersten Pilotphase waren zehn Mittelschulen aus der Oberpfalz aufgefordert, sich für das „Gütesiegel Demokratie – Verantwortung (er)leben!“ zu bewerben. Auch die Doktor-Eisenbarth-Mittelschule brachte sich umgehend ein, schließlich steht hier die Förderung demokratischer Strukturen schon seit vielen Jahren im Lehrplan. Diese vielfältigen Facetten (demokratische Prinzipien bei allen Wahlvorgängen, Werteerziehung, Schulradio, Demokratiespiel, Tutorendienst, Schule ohne Rassismus, Lehrpfad politisches Grundwissen, Zusammenarbeit mit Naabwerkstätten, Partnerschaft mit Tschechien) wurden unter Federführung von Susanne Köppl-Rötzer zu einer Dokumentation zusammengefasst und eingereicht.

In der Präambel zu der Dokumentation heißt es: "Wir möchten als Schule mit den laufenden Aktionen und Projekten auch weiterhin einen Beitrag zur Demokratie-, Toleranz- und Werteerziehung leisten und uns dabei in diesem Sinne weiter entwickeln und unsere Schüler und Schülerinnen zu politischem, zivilgesellschaftlichem und ehrenamtlichem Engagement ermutigen und dabei Schule stets zum Handlungsfeld gelebter Demokratie machen. Dabei ist uns wichtig, dass die Aktionen und Projekte keine „Eintagsfliegen“ sind, sondern im Sinne der Nachhaltigkeit fest im Schulalltag verankert sind und auch weitergeführt werden.

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