11.03.2019 - 14:56 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Feuerwehren im Dauereinsatz

Umgestürzte Bäume, abgerissene Stromleitungen, herabfallende Dachziegel und ein abgedecktes Dach: Sturmtief "Eberhard" hat die Feuerwehren am Sonntag bei etwa 100 Einsätzen stark gefordert. Einen Schwerpunkt bildet das Gebiet um Teunz.

Meist waren es umgestürzte Bäume wie hier auf einer Nebenstraße bei Gleiritsch, die für Behinderungen sorgten.

Lange sah es am Sonntag aus, als würde der Landkreis weitgehend verschont. Aber ab dem Nachmittag bis nach Mitternacht schlug "Eberhard" doch noch zu. Hans-Jürgen Schlosser, Pressesprecher der Feuerwehren im Landkreis Schwandorf, berichtet von 70 Feuerwehreinsätzen, die offiziell von der Integrierten Leitstelle (ILS) Amberg alarmiert wurden.

Etwa 100 Einsätze

Die tatsächlichen Einsätze liegen laut Schlosser aber deutlich höher bei etwa 100. Viele Wehren hätten in ihrem Bereich die Einsatzstellen selbstständig abgearbeitet. Meist waren es umgestürzte Bäume oder solche, die umzufallen drohten, die die Feuerwehrleute auf den Plan riefen. Am stärksten betroffen war demnach der östliche Landkreis Schwandorf und hier besonders das Gebiet um die Bundesstraße 22 bei Teunz. Die Feuerwehren Teunz, Gleiritsch, Wildeppenried, Zeinried, Fuchsberg und Kühried waren nach Auskunft des Teunzer Kommandanten Andreas Brandstätter ab 19 Uhr bis teilweise nach Mitternacht gefordert.

An der B 22 zwischen Zeinried und der Einfahrt nach Pilchau riss ein umstürzender Baum eine Stromleitung nieder. Dies erforderte eine weiträumige Umleitung des einsetzenden Schwerlastverkehrs ab Teunz bzw. Lampenricht. Der Bereich Teunz und Gleiritsch war fast eine Stunde lang ohne Strom. Dies führte natürlich auch zu Problemen bei der Sirenen-Alarmierung. Wenige Meter von der havarierten Stromleitung entfernt krachte eine Autofahrerin in einen umstürzenden Baum. Sie kam glücklicherweise mit dem Schrecken davon.

Aber auch im Korridor Nabburg-Pfreimd-Wernberg-Köblitz waren die Einsatzkräfte gefordert. Durch umfallende Bäume wurden zum Teil auch Stromleitungen abgerissen, wodurch es zu mehreren Stromausfällen kam. Beim Technischen Hilfswerk hielten sich die Einsätze in Grenzen. Besonders gefordert war das Schwandorfer THW. Am Sonntag um 17 Uhr wurden die THW-Helfer nach Teublitz alarmiert. Die starken Windböen hatten das Dach des Sportheims teilweise abgedeckt. Es bestand die Gefahr, dass die offenen Dachflächen dem Sturm eine ideale Angriffsfläche bieten und noch größeren Schaden anrichten. Mit schwerem Gerät rückten nach Auskunft des Ortsbeauftragten Martin Liebl 25 THW-Helfer aus, um das Dach provisorisch zuzudecken. Erst gegen 22 Uhr konnte man abrücken.

Glutreste entfacht

"Keine sturmbedingten Vorfälle" hieß es bei der Polizeiinspektion Nabburg. Es sei verhältnismäßig ruhig geblieben. Die Oberviechtacher Kollegen wussten nur von einem umgestürzten Baum in der "Hanau" und einem kleinen "Feuer" bei Kühried/Haidhof in der Gemeinde Teunz. Dort hatten die Windböen offenbar noch vorhanden Glutreste in einer bereits verbrannten Aststreu neu entfacht. Die Feuerwehr hatte das Ganze schnell im Griff. Seite 21

Mit dem Schrecken kam die Fahrerin dieses Autos davon, die in einen umstürzenden Baum krachte.
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