02.07.2019 - 09:48 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Das fitteste Team der Bundeswehr

24 Mannschaften aus ganz Deutschland treten beim "Military-Fitness-Cup 2019" an. Nach dem schweißtreibenden Parcours steht der Sieger fest: Die Soldaten vom Panzergrenadierbataillon 122 aus Oberviechtach. Ihr Schlachtruf war Programm.

Klatschnass aber glücklich: Die Oberviechtacher Panzergrenadiere meisterten die 21 Stationen des Parcours mit einer Bestzeit.
von Gertraud Portner Kontakt Profil

Soldaten im klatschnassen Feldanzug ziehen einen Lastwagen über eine Distanz von 50 Metern - Beladen und Entladen inklusive. Zum krönenden Abschluss des Parcours geht es dann noch auf die CISM-Hindernisbahn (siehe Info-Element). Dieser militärische Fünfkampf ist die härteste Herausforderung für die rund 200 Teilnehmer des "4. Military-Fitness-Cup" an der Sportschule der Bundeswehr in Warendorf bei Münster in Nordrhein-Westfalen.

Schwimmen und schleppen

Unter den 24 Mannschaften und Einzelstartern aus allen militärischen Bereichen war auch das Panzergrenadierbataillon 122 aus Oberviechtach vertreten. Bei dem Wettbewerb mussten neben vielen anderen Aufgaben Hindernisse umschwommen, Kanister geschleppt und Stolperstellen überlaufen werden. Herausforderungen ganz nach dem Geschmack der Soldaten des Panzergrenadierbataillons 122, deren Schlachtruf "Dran, drauf, drüber" lautet. Dementsprechend schnitt das Team aus Oberviechtach auch ab. In der Mannschaftswertung belegten die Oberviechtacher Platz eins. Nicht genug. In der Einzelwertung gingen gleich die Plätze eins, zwei und vier an die Soldaten der Grenzlandkaserne. Der Kommandeur des Bataillons, Oberstleutnant Andreas Bleek, zeigte sich gleichermaßen stolz und beeindruckt von der strammen Leistung seiner Soldaten.

Das Team aus Oberviechtach (von links) mit Oberstabsfeldwebel Piller, Oberleutnant Bussemer sowie den Oberstabsgefreiten Wölfel, Hauk, Trokmann, Fischer und der Obergefreiten Martin.

Urkunde von Ministerin

Für diese war dann auch die Urkundenverleihung etwas Besonderes. Denn die Siegerehrung nahm die Bundesministerin der Verteidigung, Ursula von der Leyen, vor. Übrigens: Die drei fittesten Teams der Bundeswehr kommen dieses Jahr allesamt aus Bayern. Nach den Oberviechtacher Panzergrenadieren belegte die Offizierschule der Luftwaffe in Fürstenfeldbruck den zweiten Platz, gefolgt vom Ausbildungszentrum in Hammelburg. Von der Leyen zeigte sich schwer beeindruckt: "Ihre körperliche und mentale Fitness kommt der gesamten Bundeswehr zugute." Alle Teilnehmer seien Vorbilder für ihre Kameraden, denn "wer stark ist, kann auch andere stark machen." Die militärische Fitness sei dabei kein Selbstzweck, sondern die Grundlage einer einsatzbereiten Bundeswehr.

Unter anderem mussten sich die sportlichen Frauen und Männer auch beim Bogenschießen und Hangeln sowie im Funken messen. "Die Trophäe dann vor dieser starken Konkurrenz von der Verteidigungsministerin überreicht zu bekommen, war ein tolles Gefühl", berichtet Teamkapitän Oberleutnant Steven Bussemer von der Zweiten Kompanie gegenüber Oberpfalz-Medien. "Nun gilt es, diese Leistung beim anstehenden Sommerbiathlon der Panzerbrigade 12 erneut zu bringen", fügt Bussemer an. Und vielleicht reicht es ja am 24 Juli, wie schon im letzten Jahr, für den Platz ganz oben auf dem Treppchen.

CISM-Hindernisbahn:

Militärischer Fünfkampf

Höhepunkt des Wettbewerbs war die CISM-Hindernisbahn (Conseil International du Sport Militaire). Dieser militärische Fünfkampf fordert von den Soldaten Höchstleistungen ab. Die Disziplinen: Schießen, Hindernisbahnlauf, Hindernisschwimmen, Werfen und Laufen.

Schießen: Es wird mit einer Großkaliber Sportwaffe (6 mm) geschossen (20 Schuss auf eine bis 300 Meter entfernte 10er Ringscheibe). Hindernisbahn; 20 genormte Hindernisse auf einer 500 Meter langen Bahn mit Höhen von bis zu fünf Metern und Tiefen bis zu zwei Metern. Hindernisschwimmen: 4 Hindernisse auf 50 Metern, die untertaucht oder bis zu 50 Zentimeter über Wasserniveau überwunden werden müssen. Werfen: Ein bis zu 600 Gramm schwerer Wurfkörper (Frauen 400 Gramm) muss aus 35 Metern zielgenau platziert werden. Crosslauf: 8000 Meter Meter (Männer) bzw. 4000 Meter (Frauen).

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