(ptr) Die Bauausschusssitzung am Dienstagnachmittag versprach eine kurze Sache zu werden. Doch die Ergänzungsliste mit sechs zusätzlichen Tagesordnungspunkten ließ sich dann doch abarbeiten. Der erste Bauantrag auf der Liste wurde vom Gremium einstimmig abgelehnt.
Zu nahe an Schule
Die Deutsche Funkturm GmbH hatte den Antrag auf Erteilung der baurechtlichen Genehmigung für den Neubau eines 25 Meter hohen Schleuderbetonmastens inklusive Outdoor-Technik beim Telekom-Gebäude im Zahlweingarten 1 (Nähe Sparkasse) gestellt. "Im Januar lag uns ein ähnliches Vorhaben für einen Funkmasten im Gewerbegebiet an der B 22 vor. Dort passt ein solcher Mast auch genau hin", sagte Bauamtsleiter Andreas Mandl. Anders sehe die Sachlage aber beim aktuellen Antrag aus. Er zeigte eine Skizze, welche die Dimension deutlich macht. Der Funkturm wäre dreieinhalb mal so hoch, wie das Bestandsgebäude (7 Meter) und würde auch die umliegenden Wohnhäuser (etwa 7 Meter Höhe) bei weitem überragen. Durch die Baulücken in der Watzlikstraße würde der Mast das Stadtbild weithin sichtbar stören. Außerdem verläuft durch den Zahlweingarten das Fördergebiet "Altstadtsanierung Oberviechtach" und in unmittelbarer Umgebung befinden sich Baudenkmäler, wie das ehemalige Landrats- und Bezirksamt.
"Es bleibt festzuhalten, dass der Mast in dieser Umgebung einen Fremdkörper darstellt", betonte der Bauamtsleiter. Die Verwaltung habe bereits als Alternativ-Standort den städtischen Bauhof vorgeschlagen, was vom Bauträger derzeit geprüft werde. "Der Funkturm passt nicht ins Wohngebiet", betonte CSU/CWG/Aktive-Fraktionssprecher Alexander Ried. Und Bürgermeister Heinz Weigl bewertete den kurzen Abstand zum bestehenden Kindergarten (110 Meter) und zum Schulzentrum (207 Meter) als nicht ideal. Der Bauantrag wurde einstimmig abgelehnt. "Ob wir damit durchkommen, ist eine andere Geschichte", gab Weigl zu bedenken. Denn es bleibe nun abzuwarten, wie das Landratsamt Schwandorf und der Bauwerber mit der Ablehnung umgehen. Die Verwaltung wurde aber beauftragt, den Netzbetreiber weiterhin bei der Suche nach Alternativ-Standorten zu unterstützen.
"Fabienne" ist schuld
Von Pfarrer Alfons Kaufmann lag ein Antrag auf Beseitigung der Trauerweide bei der Bleichangerkapelle vor, nachdem im September der Sturm "Fabienne" einen starken Ast ausgebrochen hat. "Er war sehr schön der Baum, aber er dürfte nicht mehr zu retten sein. Die Statik ist zerstört und im Innern ist er morsch", führte der Bürgermeister aus, Das Absägen sei auch gut für den Kanal, da die Wurzeln der Trauerweide großflächig nach Wasser suchen würden.
"Er war schön, aber beim Gewitter hat man auch gesehen, dass große Äste runterfallen. Außerdem hebt sich die Straße bereits", erklärte Fraktionssprecher Alexander Ried und betonte: "Man sollte den Baum aus Sicherheitsgründen absägen." Dies wurde dann auch einstimmig beschlossen, mit dem Hinweis auf eine Ersatzpflanzung. Einverstanden zeigte sich das Gremium auch mit einem Antrag vom Kreisbauhof Neunburg auf Beseitigung von sieben Pappeln entlang des Bayerisch-Böhmischen Freundschaftsweges im Abschnitt Obermurach-Bahnhof Lind. "Der Radweg ist mehr als gut eingegrünt. Wir sollten zustimmen, bevor etwas passiert", bekräftigte Bürgermeister Heinz Weigl. Ein weiterer Artikel zur Sitzung folgt.














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