15.04.2019 - 10:57 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Gegen die Krise der Beichte

Im Zeichen der Vorbereitung auf das Osterfest steht der Männer-Einkehrtag des Bischöflichen Seelsorgeamtes. Als Referent geht Pfarrer Helmut Süß auf das Thema "Osterbeichte" ein und gibt Empfehlungen dazu.

Pfarrer Helmut Süß spendete beim Einkehrtag den Segen und ging in seinem Vortrag auf das Thema "Osterbeichte" ein.
von Josef NiederaltProfil

Männer aus Oberviechtach und der näheren Umgebung nahmen am Einkehrtag teil, den die Männerseelsorge des Bischöflichen Seelsorgeamtes Regensburg mit Blick auf das bevorstehende Osterfest ausrichtete. Die gesamte Veranstaltung ging unter dem Dach des Oberviechtacher Altenheims über die Bühne. Der religiöse Bildungstag hatte „Das Sakrament der Buße und Versöhnung“ zum Thema.

Nach der Eröffnung durch Kaplan Florian Fronhöfer trug der Referent, Ruhestandsgeistlicher Helmut Süß aus Eschenbach, in Oberpfälzer Mundart das Gedicht über „d' Osterbeicht“ des früheren Generalvikars und Heimatdichters Fritz Morgenschweis vor. Ein Satz, aus dem vielfach erheiterndem Text lautete: „Bei de Weiwa woa des koi Problem – owa bei de Manna." Süß, der zuletzt 20 Jahre Pfarrer in Kümmersbruck war, wisse, dass die Beichte heute in der Krise sei. "Die Beichte ist keine Erfindung der Kirche", gab er zu verstehen. Im Kern gehe sie zurück auf das Wort Jesu "Welchen ihr die Sünden erlässt, denen sind sie erlassen“.

Zu einer guten Beichte gehörten, so der 77-jährige Pfarrer, die fünf "b"-Schritte: besinnen, bereuen, bekennen, büßen und bessern. Süß zeigte auch Wege auf, welche anderen Möglichkeiten der Sündenvergebung es gibt. Er behandelte ferner das Thema Bußgottesdienst. Seine Meinung hierzu lautete: „Grundsätzlich sollte die Beichte nicht mit dem Bußgottesdienst ausgetauscht werden“.

Die Teilnehmer nahmen es als besonders positiv auf, dass der Besinnungstag mit Vortragseinheiten, Beichtgelegenheit, Mittagessen und abschließenden Gottesdienst unproblematisch im Altenheim stattfinden konnte. Als schade wurde empfunden, dass an den einladend dekorierten Tischen ein paar Plätze frei geblieben sind.

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