Tobias Ehrenfried umriss die Intention des von der "IG Gewerbegebiet B 22" organisierten Abends: Ein Gespräch über die Betriebsperspektiven mit dem Fokus auf eine Erweiterung des Gewerbegebiets.
"Es freut mich, dass ihr euch auch nach dem Bürgerentscheid weiter konstruktiv für Oberviechtach einsetzt", betonte Ehrenfried und stellte das anvisierte Gewerbegebiet vor, das den Volksfestplatz sowie weitere Areale bis hin zum Ortenburg-Gymnasium auf 3,5 Hektar umfasst. Die Gründe, dieses Areal als Gewerbegebiet auszuweisen, lägen auf der Hand. Zum einen sei die direkte Anbindung an die B 22 von Vorteil, auch der Immissionsschutz sei durch den Grüngürtel an der Bundesstraße gewährleistet. "Das Areal ist teilweise erschlossen, befindet sich im Besitz der Stadt und bietet dadurch eine kosteneffiziente Umsetzung", so Ehrenfried.
"Schneller zu realisieren"
Dem stimmten weitere IG-Mitglieder zu. Peter Forster: "Der Platz ist hervorragend geeignet und kostengünstig umzusetzen. Ich rechne mit einer hohen Nachfrage nach Gewerbegebieten, da Regensburg und Schwandorf schon sehr teuer sind." Josef Biebl hob die exzellente Lage hervor und dass man kostengünstig und schnell ein Gewerbegebiet realisieren könne. "Durch das von der Interessensgemeinschaft vorgesehene Gewerbegebiet kommen wir schneller an die Realisierung, als wenn wir neue Flächen erst erwerben müssen", so die Meinung von Günter Gilch.
"Zuschnitt ist nicht ideal"
Demgegenüber sieht Unternehmer Siegfried Roßmann Einschränkungen: "Der Zuschnitt des Areals ist nicht ideal, ein Betrieb sucht gerade Flächen ohne Hanglage. Ich kann es mir nur als klein parzelliertes Gebiet vorstellen." Das von der Stadt in Hof angedachte Gewerbegebiet sei geeignet, es habe gerade Außenlinien. Als Anlieger wies er noch darauf hin, dass man den Verkehr hoffentlich nicht durch die Jahnstraße führen würde.
Christian Meyer von der Abteilung Wirtschaftsförderung im Landkreis Schwandorf brachte in die Diskussion ein, dass es viele Anfragen von Firmen im Landkreis gebe, die sich innerhalb kurzer Zeit ansiedeln und bauen wollen: "Als Kommune sollte man Gewerbeflächen schon vorhalten. Allerdings sind Flächen an der Autobahn die begehrten Filetstücke."
Dazu meinte Stefan Hein, dass Cham auch nicht an der Autobahn liege und dennoch viel Gewerbe anbiete. Josef Biebl sah das Areal eher für kleinere Betriebe, die sich an der B 22 werbeträchtig ansiedeln könnten.
Zweigleisig fahren?
Reinhard Elsner brachte eine grundsätzliche Frage ins die Diskussion: Ob man ein Riesengebiet ausweisen oder eher auf kleinere Betriebe setzen solle. Dazu äußerte sich auch Siegfried Roßmann: "Warum nicht zweigleisig fahren, das vorgestellte Gewerbegebiet in Oberviechtach schnell umsetzen und die Grundstücke in Hof erwerben?"
Dem stehe allerdings die finanzielle Situation der Stadt mit hoher Verschuldung gegenüber, wandte Tobias Ehrenfried ein. Mit Christian Meyer wurde die Frage, wie man Oberviechtachs Attraktivität steigern könne, damit sich Firmen und Betriebe ansiedeln, noch länger diskutiert.



















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