01.07.2020 - 00:01 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Goldstück Bayerns

Herrliche Touren kann man auf den Wanderwegen des Goldlehrpfades unternehmen.

Die gut illustrierte Informationsstelle am Gold-Lehrpfad bei Unterlangau ist der Startpunkt für die Wanderer. Auch die geführte historische Wanderung beginnt hier.
von Udo WeißProfil

„Goldstück Bayerns“, so wird die Region im Oberviechtacher Land oft genannt. Nicht zu Unrecht. Vom Mittelalter bis in die Gegenwart steht Oberviechtach bei der Suche nach Gold in Bayern mit an erster Stelle. Mit der Eröffnung des Gold-Lehrpfades am 16. Mai 2010, also vor genau zehn Jahren, ist es gelungen, die Zeit des Goldbaus vor dem Vergessen zu bewahren. Diese „goldene Ära“ wird bei den geführten Wanderungen mit Goldwaschen an den alten Waschplätzen eindrucksvoll vermittelt. Sobald die Einschränkungen gelockert werden, werden diese Wanderungen wieder stattfinden. Der Gold-Lehrpfad begeistert aber nicht nur Goldwäscher. Auf drei Routen können die Wanderer auf den Spuren des Goldes die herrliche Natur genießen. Ausgangspunkt ist die Informationsstelle bei Gütting, 8,5 Kilometer von Oberviechtach entfernt, südöstlich von Unterlangau. Der „Gütting-Rundwanderweg“ führt auf 3,5 Kilometern über das berühmt-berüchtigte „Güttingloch“, vorbei an den goldführenden Bächen „Murach“, „Tannerlbach“, „Braunbeergraben“ und „Forellenbach“ durch zahlreiche Schürfgruben und Abraumhalden zurück zur Informationsstelle. Ein Abstecher zur ehemaligen „Greiner-Schleife“ mit idyllischem „Greiner-Weiher“, einem Zeugnis der Glasschleiferei vergangener Tage, lohnt sich.

Dieser Wanderweg kann auch als geführte Wanderung mit vielen Informationen über die Geschichte des Goldbaus gebucht werden, wenn es die Verhältnisse wieder erlauben. Aber auch für private Wanderungen im Familienkreis eignen sich diese Wege für den Urlaub zu Hause. Wunderbare Fernblicke bietet die Route „Auf den Spuren unserer Vorfahren“ auf dem Falzbachweg mit knapp vier Kilometern Länge. Am Wegesrand befinden sich Marterl. Die Seifenhügel am Falzbach geben Zeugnis, welche Mengen von Material von den Goldwäschern bewegt wurden, um an das begehrte Gold zu kommen. In etwa 200 Metern erreicht man eine sehenswerte Totenbrettgruppe, die ein altes Brauchtum in Erinnerung ruft. Der etwa drei Kilometer lange, durch tiefe Wälder gehende „Stangenbergweg“ führt über den höchstgelegenen Punkt im Oberviechtacher Stadtgebiet (750 m über NN) an der Silbergrube vorbei zum ehemaligen Hofgut am Stangenberg. Drei Routen, die den Urlaub zu Hause bereichern und in wunderbarer Natur die Geschichte des Goldabbaus lebendig werden lassen. Ein Besuch des Biergartens der Familie Dobmeier in Pullenried könnte den Abschluss eines gelungenen Ferientages bilden. (Prospekte und nähre Informationen in der Tourist-Info und unter www.Oberviechtach.de ( E-Mail: tourismus[at]oberviechtach[dot]de/ Telefon: 09671/30716)

Der Forellenbach wird bei der Wanderung aufgesucht. Hier kann man ein Goldwäscherdiplom erwerben, wenn man sich zu einem Kurs anmeldet.
Beim Rundgang kommt man auch zu der romantisch am Weiher gelegenen „Greiner-Schleife“, eine der vielen Glasschleifen der vergangenen Zeiten im Oberpfälzer Wald.
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