„Michael Mayer war alles Mögliche, aber unsichtbar war er nicht“: Kaplan Florian Frohnhöfer bezog sich damit auf das Pauluswort bei der Lesung beim Trauergottesdienst für den allseits geschätzten „Fawer Michl“, wie er mit dem Hausnamen genannt wurde. Auf der Stele in der Stadtpfarrkirche war sein Bild mit einem Ährengebinde geschmückt, das den Bezug zur Natur und zur Landwirtschaft zum Ausdruck brachte. In seiner Trauerrede blendete Kaplan Frohnhöfer auf das Jahr 1980, als die Familie Mayer vom Stadtbauernhof auf den neu erbauten Aussiedlerhof, den „Schlüsselhof“, umsiedelte.
Die Beliebtheit des Verstorbenen sahen seine Frau Katharina und die drei Kinder beim Requiem in der Stadtpfarrkirche, das Kaplan Frohnhöfer in Konzelebration mit Siegfried Schweiger feierte, der einst als Oberviechtacher Kaplan mit dem Verstorbenen befreundet war. Zahlreiche Vereinsabordnungen gaben dem im Alter von 84 Jahren verstorbenen Michael Mayer das letzte Geleit.
„Gemeinschaft und Hilfsbereitschaft waren für ihn selbstverständlich“, würdigte Thomas Schwingl den Einsatz von Michael Mayer in der Kolpingfamilie, der er nach dem Beitritt mit 17 Jahren 67 Jahre angehörte. „Aus Freude an der Musik“ trat er 1990 – zwei Jahre nach der Gründung – der Stadtkapelle bei, erinnerte deren Vorsitzender Michael Niebauer bei seinen Abschiedsworten.
„Der Fawer Michl war eine geerdete Oberpfälzer Persönlichkeit“: Mit diesen Worten würdigte der Vorsitzende des Heimatkundlichen Arbeitskreises, Ludwig Schießl, den Verstorbenen. Als Hofbesitzer war er eng verbunden mit dem Ort und dessen Geschichte und konnte somit bei den zahlreichen Dialektabenden auf unterhaltsame Art manche Anekdote zum Besten geben.
Über fünf Jahrzehnte brachte er sich bei Bauarbeiten, Heuernte und vielen anderen Tätigkeiten beim Pferdesportverein ein. Daran erinnerte dessen Vorsitzender Christian Schönberger. „Wir verabschieden uns heute von diesem großartigen Menschen und Kameraden“, erklärte der Vorstand der Feuerwehr Oberviechtach, Hans Roßmann. Michael Mayer war viele Jahre Vorsitzender der Feuerwehr, die ihm besonders ans Herz gewachsen war. Ein eigener Nachruf würdigte die Verdienste des Ehrenvorstands.














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