Mit so einem Ansturm der AWO-Tanzgruppe Grün-Weiß Oberviechtach hatte der Rathauschef nicht gerechnet und ehe sich Bürgermeister Rudolf Teplitzky versah, lag er in seinem Amtssessel und sah sich der Meute über ihm ausgeliefert, die sowohl Rathausschlüssel als auch Stadtkasse forderte. Der Präsident der „Grün-Weißen“, Michael Welnhofer meldete gegenüber dem Bürgermeister in der Narrenzeit die älteren Rechte an, schließlich regieren die „Grün-Weißen“ schon seit 33 Jahren vom „Nasch`n Pfinsta“ bis zum Faschingsdienstag im Rathaus. Sie haben in dieser Zeit noch nie die Abgaben erhöht, von den Bürgern Geld gefordert, keine Solaranlagen bauen lassen und den einheimischen Doktor Eisenbarth kostengünstig alle Krankheiten der Bürger kurieren lassen.
Wenigstens in der närrischen Zeit gab es in Oberviechtach immer ein Nachtleben, und um das wieder aufleben lassen zu können, braucht man Geld aus der Stadtkasse. Angesichts dieser Übermacht gab der Bürgermeister gerne Rathausschlüssel und Stadtkasse heraus. Da das Geld ja sowieso nichts mehr wert ist, forderten die Grün-Weißen vom Bürgermeister auch ein wenig „Wegzehrung“. Tanzmariechen „Antonia“ und die kleinen Piraten der Tanzgruppe gab noch eine Einlage und erhielt vom Bürgermeister eine „süße Belohnung“.


















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