14.06.2019 - 11:29 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Gute Infrastruktur für Familien

Annika, Victoria und Emily treffen im Rathaus auf die drei Jungs Leo, Max und Johannes. Bevor sie mit Willkommens-Lätzchen und Bademantel ausstaffiert werden, gibt es für die Eltern eine Reihe von Informationen.

Bürgermeister Heinz Weigl (Mitte) begrüßte die jüngsten Stadtbürger Annika (am Arm von links), Victoria, Emily, Max, Leo und Johannes zusammen mit ihren Eltern und Geschwistern im Rathaus.
von Gertraud Portner Kontakt Profil

(ptr) Familienpolitik ist für jede Kommune eine sinnvolle Zukunftsinvestition. Deshalb wird Bürgermeister Heinz Weigl auch nicht müde, beim mehrmals jährlich stattfindenden Baby-Empfang im Rathaus auf die gute Infrastruktur hinzuweisen. Belohnt wurden die Investitionen und das Engagement von Stadt und Vereinen mit Platz eins des Landkreis-Wettbewerbes "Familienfreundliche Kommune 2009". Bei einer erneuten Bewerbung im Jahr 2016 wurde der zweite Platz hinter Wackersdorf erreicht.

Der Spielplatz am Pfälzerweg gefällt auch Maria und Anna, die ihre Ferien bei den Geschwistern Veronika und Lambert verbringen.

Erste Planung für Kita

Am Donnerstagnachmittag spazierten sechs Familien mit Kinderwagen und Babyschale ins Rathaus. Der Tisch war mit Kuchen und Getränken gedeckt, und für die Geschwisterkinder standen Süßigkeiten bereit. Nachdem die Kleinen friedlich schlummerten, nutzte der Bürgermeister gleich die Gelegenheit, auf die Vorzüge der Eisenbarthstadt hinzuweisen. Das erste Themenfeld war die Kinderbetreuung. "In der nächsten Stadtratssitzung stellt das Architekturbüro Schönberger eine erste Planung für den städtischen Kindergarten im Freibad vor", informierte Weigl. Die nun viergruppige Kindertageseinrichtung koste rund 3,1 Millionen Euro, wobei man mit 2,2 bis 2,4 Millionen Euro Förderung rechnen könne. "Damit kriegen alle Eltern einen Krippen- oder Kindergartenplatz", betonte er. Wenn die Zahlen (mindestens 15 Kinder) stimmen, bleibe auch der Landkindergarten in Pullenried als dritte Einrichtung neben St. Marien bestehen

Oberviechtach sei Schulstadt mit Grundschule, Mittelschule, Gymnasium und Berufsfachschule. "Auch wirtschaftlich sind wir gut aufgestellt, was ein Verdienst der Gewerbetreibenden ist", lobte Weigl. In der Einkaufsstadt fänden die jungen Familien vieles vor, darunter auch Drogerieartikel, Kleidung und Schuhe für den Nachwuchs. Die gute Struktur mit vielen Handwerksbetrieben sorge für eine geringe Arbeitslosenquote. Bei der Erweiterung des Industriegebietes hakt es allerdings. "Niemand will derzeit ein Grundstück hergeben", betonte der Bürgermeister. Auch im Bereich Spielen, Sport und Freizeit muss sich Oberviechtach nicht verstecken. Denn mehr als 120 Vereine bieten viele Möglichkeiten, sich in einer Gemeinschaft einzubringen. Dazu kommen etliche Spielplätze, darunter die neu ausgestatteten im Pfälzer Weg und in Oberlangau. Trotz jährlichem Defizit von rund 180 000 Euro - und einer im Raum stehenden Sanierung für etwa eine Million Euro - bleibe dem Stadtrat das Freibad wichtig. Der Bürgermeister verwies auf den im Vorjahr für 300 000 Euro angelegten Kleinkinderbereich. Dieser sei ein Pluspunkt fürs Bad und werde viel gelobt. Nachdem die jungen Familien Wartezeiten bei den Kinderärzten in Neunburg, Nabburg und Vohenstrauß in Kauf nehmen müssen, meinte Heinz Weigl: "Wir hätten eine Kinderärztin in Oberviechtach. Doch diese darf hier keine Praxis betreiben." Die Stadt könne daran leider nichts ändern. Außerdem vertrage das Gebiet des Altlandkreises mit rund 18 000 Einwohnern auch einen Augenarzt. Doch auch hier sei die Kassenärztliche Vereinigung anderer Meinung.

Zum Themenkomplex Sicherheit sprach er den Kreisverkehr bei der ehemaligen AOK an. "Dieser ist dringend notwendig, lässt sich aber momentan nicht verwirklichen." Nächste Woche sei ein weiterer Termin mit dem Staatlichen Straßenbauamt anberaumt. Aus der Runde wurde angefragt, ob ein Gehweg von Eigelsberg nach Oberviechtach möglich sei. "Dafür wäre eine Ortsumgehung die einzige Chance. Aber diese ist sehr unwahrscheinlich", so Weigl.

Das ist Musik in meinen Ohren.

Bürgermeister Heinz Weigl lässt sich gerne unterbrechen.

Bademantel und Blumen

Schließlich beendeten zwei Babys ihren Nachmittagsschlaf. "Das ist Musik in meinen Ohren", freute sich das Stadtoberhaupt über die Unterbrechung. Denn schließlich seien es die Geburten, welche mit dafür sorgen, dass die Einwohnerzahl knapp über 5000 gehalten werden kann. Zum Abschluss des Empfangs überreichte er jeweils einen Bademantel mit OVI-Wappen und ein Lätzchen mit dem Aufdruck "Hallo ich bin neu hier". Die Muttis freuten sich über Blumen.

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