Die Parkplätze vor dem Doktor-Eisenbarth- und Stadtmuseum im Mühlweg sind seit dieser Woche wieder von den Baustellenfahrzeugen belegt. Die Mannschaft von Hoch- und Tiefbau Baumer ist zunächst mit der Einschalung der ersten Wand für das Erdgeschoss beschäftigt. Zum Marktweiher hin wird eine Stahlbeton-Wand errichtet, während die drei weiteren als sogenannte Wärmebeton-Wände hochgezogen werden. Die Bemusterung erfolgt dafür am Montag, 25. März. Der Sichtbeton präsentiere sich abschließend ähnlich einer Bretterverschalung, teilt Verwaltungsamtsrat Wolfgang Ruhland auf Anfrage von Oberpfalz-Medien mit.
Das Stadtarchiv wird in einer monolithischen Bauweise errichtet, was bedeutet, dass die Energieeffizienz auch ohne dicke Dämmung funktioniert. Der Vorteil liege bei den bauphysikalischen Eigenschaften. Das Mauerwerk aus einem Material (Porenbeton) schützt nicht nur vor niedrigen Temperaturen im Winter, sondern auch vor zu hohen im Sommer. Es bleib diffusionsoffen und bietet einen optimalen Schutz vor Schimmel und ähnlichen Problemen. Dies sei gerade bei einem Archiv wichtig. Bei einer Besprechung am Mittwoch war auch ein Vertreter des Architekturbüros Peter Brückner aus Tirschenreuth anwesend. "Im Depotbereich sind keine Fenster vorgesehen", erklärt Ruhland. Und er ergänzt: "Die Hochbauarbeiten erstrecken sich bis in den Sommer hinein." Es folgt der Dachstuhl und bis zum Winter sollen die Bauarbeiten größtenteils abgeschlossen sein. Schon für Anfang nächstes Jahr ist die Lieferung der Ausstattung (Roll-Archiv) geplant, so dass der Umzug für April/Mai anvisiert wird. Wolfgang Ruhland informiert, dass bei der Fassadengestaltung Vorkehrungen für eine spätere etwaige Errichtung eines Verbindungsbaus zum Museum berücksichtigt werden. "Damit wäre dieser ohne größeren Eingriff in das bestehende Gebäude machbar."
Durch die Zeitverzögerung aufgrund der schwierigen Bodenverhältnisse konnte der angepeilte Baufortschritt nicht gehalten werden. Von Vorteil sei es aber gewesen, dass die Sohle noch vor dem Winter befriedet werden konnte.
Zeitschiene
Das Soutschka-Haus wurde 2014 von der Stadt angekauft. Im Januar 2016 fasste der Stadtrat den Beschluss für die Errichtung des Stadtarchivs. Die Netto-Grundfläche beträgt rund 448 Quadratmeter, wovon etwa 23 Prozent auf das Museum (Depotraum) und 77 Prozent auf das Stadtarchiv entfallen sollen. Dem Raumprogramm stimmte der Stadtrat am 11. April 2017 mit fünf Gegenstimmen zu. Der Bauausschuss gab am 20. Juni 2017 sein Einvernehmen, und das Landratsamt erteilte die Baugenehmigung am 26. März 2018. Nach dem Abriss im Juli starteten im August die Bauarbeiten. Das Stadtarchiv erhält zwei Eingänge (Taubenplatz und Museumshof). Das Pochwerk soll wieder aufgebaut werden, mit Wasserführung per unterirdischer Zuleitung.








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