12.06.2019 - 17:28 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Hundetoiletten und ein Solarpark

Der Stadtrat will "Tretminen" am Freundschaftsweg eindämmen und zwei weitere Hundetoiletten aufstellen. Für den Solarpark Oberviechtach startet in Kürze die öffentliche Auslegung.

Hundetoiletten wird es künftig nicht nur am Marktweiher geben, sondern auch am Bayerisch-Böhmischen Freundschaftsweg im Stadtgebiet. Damit diese Sinn machen, müssen die gefüllten Beutel aber im Einwurfbehälter landen und nicht in den Büschen.
von Gertraud Portner Kontakt Profil

Die Schülerzahlen bei der Doktor-Eisenbarth-Mittelschule sind gestiegen. Diese Tatsache erfordert ein drittes Mitglied der Stadt Oberviechtach im Schulverband der Hauptschule Oberviechtach. Bisher sind für Oberviechtach Bürgermeister Heinz Weigl und Stadträtin Lydia Eckert (Stellvertreter Peter Forster) in der Schulverbandsversammlung mit den acht Gemeinden dabei. Bei der Stadtratssitzung wurde einstimmig beschlossen, als zusätzliches Mitglied für Oberviechtach Matthias Zimmermann (Vertreter Peter Forster) aufzunehmen. Die Vertretung von Lydia Eckert wird künftig Alexander Ried übernehmen.

Weiter ging es mit der Berufung eines Wahlleiters für die Kommunalwahlen 2020. Einstimmig wurde für dieses Amt Sonja Bodensteiner mit Gerhard Albang als Stellvertreter bestellt. Auf Antrag der Jungen Union vom 8. April 2019 stand die Errichtung von Hundetoiletten (bestehend aus Beutelspendern und Einwurfmöglichkeit für Beutel) entlang des Bayerisch-Böhmischen-Freundschaftsweges im Stadtbereich auf der Tagesordnung. Außerdem sollten weitere Standorte überprüft und entsprechende Mittel in den Haushalt 2020 eingeplant werden. Als Begründung wurde angefügt, dass die Anlage am Marktweiher gerne angenommen wird und so ihren Zweck erfülle. Dieser Service für Hundebesitzer sollte auch an anderen frequentierten Strecken angeboten werden. Der Freundschaftsweg sei ein touristischer Anziehungspunkt, so dass hier ein saubereres Erscheinungsbild das Ziel sein sollte.

"Unvernunft bleibt"

Die Verwaltung empfahl den Stadträten, den Antrag abzulehnen. Denn jeder vernünftige Hundebesitzer habe ohnehin seinen Beutel für den Kot dabei. Unvernünftige würden auch den Beutelspender nicht annehmen. "Andere Kommunen haben Probleme mit der Entsorgung der gebrauchten Plastikbeutel, die achtlos in die Büsche geworfen werden. Das belastet die Umwelt zusätzlich", gab Bürgermeister Heinz Weigl zu bedenken. Er setzte darauf, weiter an die Vernunft der Besitzer zu appellieren. Übrigens. Die beiden angeschafften Hundetoiletten kosteten zusammen 700 Euro. "Die Situation am Marktweiher hat sich verbessert. Die Zahl der Tretminen ist gesunken", berichtete dagegen CSU/CWG/Aktive-Fraktionssprecher Alexander Ried. Sein Vorschlag: Zwei Hundetoiletten mit Entsorgungsmöglichkeit am Freundschaftsweg (Nähe Bahnhof und Nunzenrieder Straße) aufstellen, denn dieser sein ein Aushängeschild der Stadt.

"Es ist ein Service für die Hundebesitzer und der Preis ist überschaubar", sagte Egbert Völkl für die PWG/SPD/JW-Fraktion. Mit 13:1 Stimmen wurde der Aufstellung zugestimmt. Beim Punkt Anfragen brachte Egbert Völkl die Neuvermietung des MP 12 zur Sprache. Dieses sei noch immer ohne Pächter. Sein Vorschlag: Ein Tag der Besichtigung für Interessenten. Der Bürgermeister zeigte sich dafür aufgeschlossen. Josef Herdegen monierte, dass die Einmündung Nepomukstraße/Kapellenweg oft zugeparkt sei. Hier sollte man die vorgeschriebene Fünf-Meter-Grenze markieren. "Wir reden mit der Polizei darüber", sagte Heinz Weigl. Im übrigen müsse man die Verkehrsregelung in diesem Bereich neu überdenken, wenn der Kindergarten gebaut ist.

Sonne ernten

Eingangs hatte der Bürgermeister noch informiert, dass der Solarpark Oberviechtach beschlossen ist. Die Unterlagen würden demnächst der Stadt vorgestellt und im Stadtrat besprochen. Anschließend erfolgt die öffentliche Auslegung und die Behandlung der eingegangenen Stellungnahmen. Wie Oberpfalz-Medien am 12. Juli 2018 berichtet hat, plant die Energiebauern GmbH aus Sielenbach eine Photovoltaik-Freiflächenanlage auf zehn Hektar Sondergebietsfläche mit einer elektrischen Nennleistung von rund sieben Megawatt. Die dafür ins Auge gefassten Flächen liegen zur Hälfte links der Straße Oberviechtach-Wildeppenried, beziehungsweise zur anderen Hälfte im Wasserschutzgebiet im Bereich der Hanau. Der Stadtrat hatte in der Juli-Sitzung 2018 mit dem Beschluss zur Aufnahme einer städtischen Bauleitplanung die Voraussetzung dafür geschaffen.

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