17.01.2020 - 16:34 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Junge Familien lassen Stadt wachsen

2020 gibt es für Heiratswillige mehrere besondere Zahlenkombinationen. Im Standesamt Oberviechtach sind schon elf Termine fix. Die Statistik des Vorjahres weist 47 Geburten aus. Die beliebtesten Namen sind dabei Leo und Leonie.

Wie der Blick über Oberviechtach zeigt,wächst das neue Baugebiet „Im Wiesengrund“. Auch im Standesamt tut sich etwas
von Gertraud Portner Kontakt Profil

Was die Bevölkerungsentwicklung angeht, zählte Oberviechtach im Vorjahr landkreisweit zu den Gewinnern unter den 33 Gemeinden. Auch für 2020 schaut es gut aus. Denn das Jahr hält etliche besondere Hochzeitstermine parat, was schon zu Anfragen im Standesamt führte. Der 02.02.2020 ist ein Sonntag, weshalb eher der 20.02.20 (Donnerstag) favorisiert wird. Auch wenn es sich dabei um den Weiberfasching handelt, haben sich in Oberviechtach bereits drei Paare für diese besondere Zahlenkombination entschieden. "Erst gestern und heute hab ich dafür jeweils eine Anmeldung erhalten", berichtet Standesbeamter Gerhard Albang am Donnerstag.

Auch für den 22.02.20 (Samstag) und den 20.06.20 (Samstag) hat er schon Termine eingetragen. Obwohl das Jahr noch jung ist, sind bereits elf Paare registriert, die sich das Ja-Wort geben wollen. Im Vorjahr waren es insgesamt nur 16 Eheschließungen im Rathaus. "Da werd ich wohl den Anzug heuer etwas öfter anziehen müssen", meint Albang lachend. Die Statistik zeigt, dass noch Luft nach oben ist: 2018 gab es 21 standesamtliche Hochzeiten; 2017: 21; 2016: 28; 2015: 25. Wer außerhalb der Rathaus-Öffnungszeiten heiraten möchte, muss einen Aufpreis von 70 Euro bezahlen. Das gilt dann auch für den 10.10.20 (Samstag) oder 20.10.20 (Dienstag).

Infrastruktur passt

Mehr Hochzeiten lassen auf mehr Kinder und damit auf einen Anstieg der Bevölkerung hoffen. Seit einigen Jahren schraubt sich die Einwohnerzahl jeweils zwischen 30 bis 40 Personen in die Höhe. Und so schaut es gut aus, dass die Stadt die 5000er-Marke, die zehn Jahre lang unterschritten war, langfristig wieder halten kann. Wie der Bürgermeister bei den Baby-Empfängen im Rathaus gerne betont, sei die Schul- und Einkaufsstadt mit ihrer Infrastruktur zunehmend für junge Familien interessant. Dazu komme die Familienförderung (5000 Euro pro Kind bei Hauskauf, bzw. 2500 Euro pro Kind für Erwerb eines Hausgrundstücks). Seit dem Start der Aktion wurden schon über eine halbe Million Euro ausbezahlt.

Im Jahr 2019 wurden 47 Geburten (43 Deutsche, 4 Ausländer) beurkundet. 28 Babys waren männlich und 19 weiblich. Der Überschuss an Jungs fällt umso deutlicher aus, nachdem sich die Geschlechter zwei Jahre hintereinander die Waage gehalten haben: 18 Mädels und 18 Buben in der Geburtenstatistik 2017 und im Jahr 2016 hieß es 25 zu 25. Im Vorjahr bezieht sich das Kuriosum auf die beliebtesten Vornamen: Leo und Leon führen die Liste bei den Jungs an; bei den Mädchen liegt der Name Leonie im Stadtgebiet vorne. Nachdem zum Stichtag 5050 Einwohner gemeldet waren, hat dies auch Folgen für den Stadtrat. Die Oberviechtacher dürfen deshalb am 15. März wieder 20 Gemeinderäte wählen, wie sie das auch bis 2008 getan haben.

Diese beiden gehören zu den jüngsten Stadtbürgern. Beim Baby-Empfang im September fanden sie sich mit ihren Müttern im Rathaus ein.

"Saldo" von plus 30 Personen

Bürgermeister Heinz Weigl freut sich, dass zunehmend junge Familien die Lücken in den Baugebieten füllen. Neue Parzellen sind bereits in Planung. Auch 2019 gab es mehr Zuzüge (275) als Wegzüge (225). Diese federten das Ungleichgewicht zwischen Sterbefällen (67) und Geburten (47) ab, so dass ein "Saldo" von plus 30 Personen verzeichnet werden kann. Waren zum 1. Januar noch 4991 Bürger registriert, so weist die Statistik des Einwohnermeldeamtes für 31. Dezember einen "Endstand" von 5021 Personen aus.

Statistik 2019:

Bevölkerung wächst

Einwohner

5021 Einwohner (2483 männlich; 2538 weiblich); 47 Geburten (28 Jungs, 19 Mädels); 67 Sterbefälle (28 Männer, 39 Frauen). Zum 31.12.2019 wohnen 296 Ausländer (156 männlich, 140 weiblich) im Stadtgebiet.

Entwicklung

275 Personen (davon 56 Ausländer) sind zugezogen; es gab 225 Wegzüge (davon 51 Ausländer) und 186 Umzüge (davon 27 Ausländer).

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.