Die Besitzer, die Geschwister Maria (67) und Hans-Wilhelm Forstner (76), leben in Berlin und Altdorf bei Landshut. Für Maria Forstner, die im früheren Schreibwarengeschäft Forstner vor der Vermietung an die Schreibwaren Blenz die gute Seele des Geschäfts war, "ist es der richtige Schritt gewesen, den Verkauf des Hauses anzupeilen, um in der Ortsmitte einen Leerstand zu vermeiden".
Mit Plänen noch zurückhaltend
Im vergangenen Jahr wurde ein Makler beauftragt, der nach einem Käufer für das große Anwesen suchte. Im April war alles in trockenen Tüchern. Ein ortsansässiger Gastronom hat das Gebäude erworben. Er möchte aber erst über seine Pläne sprechen, wenn sie konkrete Formen angenommen haben.
Es wurde ausgeräumt, das Archiv des Hauses ist inzwischen ins Stadtarchiv gewandert: "Da ist es am besten aufgehoben", meinen Maria und Hans-Wilhelm Forstner. Zeitgeschichte, Familiengeschichte, Artikel und Anzeigen in der Grenz-Warte bleiben hier erhalten.
Erste Ausgabe der "Grenz-Warte"
Angesichts der langen Geschichte des Hauses verständlich. Der Bauernsohn Ignaz Forstner aus der Hallertau übernahm als Schriftsetzermeister 1912 die Oberviechtacher Buchdruckerei Mahir in der Nabburger Straße und kaufte im gleichen Jahr das Eckhaus am Marktplatz. Hier eröffnete er mit Gattin Maria ein Schreibwarengeschäft. Am 19. Juni 1912 erschien dann das erste Exemplar der "Grenz-Warte". Forstner war Redakteur, Drucker und Verleger.
Nach dem Tod von Ignaz Forstner 1958 führte Sohn Franz die Druckerei weiter, die Schwiegertochter Maria das Schreibwarengeschäft. Ab 1972 wurde die "Grenz-Warte" in das Verlagshaus "Der neue Tag" in Weiden integriert. Die Enkel des Gründers, Maria und Hans-Wilhelm Forstner, blieben noch viele Jahre Mitherausgeber.



















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