09.10.2019 - 13:17 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Kosten für kostbares Nass steigen

Im trockenen Sommer 2018 stoßen die städtischen Quellen an ihre Grenzen. Der Zukauf von Wasser ist einer der Gründe für den gestiegenen Jahresverlust bei der Wasserversorgungsanlage. Zwei Zuschussbescheide dagegen sind sehr positiv.

Der Hochspeicher am Galgenberg, erbaut 1968/69, ist das Herzstück der Wasserversorgung von Oberviechtach. Im heißen Sommer 2018 erhöhte der benötigte Wasserzukauf die Kosten.
von Gertraud Portner Kontakt Profil

Zu Beginn der Stadtratssitzung am Dienstag erhoben sich die Räte von den Plätzen, um dem kürzlich verstorbenen langjährigen Museumsleiter und Apotheker Dr. Karl-Heinz Foißner zu gedenken. Wie Bürgermeister Heinz Weigl betonte, habe sich dieser über 30 Jahre lang ehrenamtlich für das Doktor-Eisenbarth- und Stadtmuseum eingebracht. Der Bürgermeister informierte auf Anregung von Wahlleiterin Sonja Bodensteiner, dass sich der Stadtrat nach der Kommunalwahl 2020 von 16 auf 20 Stadträte vergrößert. Die Parteien könnten deshalb ihre Wahllisten mit 20 Kandidaten füllen. Von der Regierung gingen zwei Zuschussbescheide im Rathaus ein (siehe Kasten).

Verlust verdoppelt

Thema der Sitzung war auch der Jahresabschluss 2018 der Wasserversorgung Oberviechtach und der Nebenbetriebe (Sparte Photovoltaik). Laut Gewinn- und Verlustrechnung ergibt sich eine Bilanzsumme von 2 740 530 Euro. Kämmerer Michael Hösl bezifferte den Jahresverlust auf 169 978 Euro. Wie er informierte, habe das Steuerbüro Eckl festgestellt, dass der Wasserpreis und dessen Erhöhung zum September 2018 angemessen waren und die Kassenlage geordnet ist. Für den gegenüber den Vorjahren höheren Jahresverlust - 2017 waren es 75 910 Euro - gebe es verschiedene Gründe. "2018 war ein sehr trockenes Jahr und machte einen höheren Zukauf von Wasser notwendig", erläuterte Hösl. Außerdem hätten sich die Personalkosten (Bauhof) erhöht. Er schlug vor, "dass sich der Rechnungsprüfungsausschuss die Zahlen anschaut". Der Stadtrat beschloss einstimmig, den Jahresabschluss wie vorgelegt, festzustellen. Der Verlust 2018 wird in voller Höhe auf die neue Rechnung vorgetragen.

Weiter ging es um die Programmanmeldung 2020 für das Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm Stadtumbau West. An die Regierung der Oberpfalz wird ein Gesamtbedarf von 333 500 Euro gemeldet. Dieser umfasst unter anderem Kleinbeträge (10 000 Euro), Kommunales Förderprogramm (30 000 Euro); Ordnungsmaßnahmen im Taubenplatz (202 500 Euro) und Sailergasse (72 900 Euro). Der Stadtrat nahm Kenntnis und stimmte den Bewilligungsanträgen sowie der Bedarfsmitteilung zu.

Zuschüsse:

Förderbescheide eingegangen

Bürgermeister Heinz Weigl informierte zu Beginn der Sitzung über zwei eingegangene Förderbescheide:

n Jahnstadion

Für die geplante Sanierung des Jahnstadions kann die Stadt mit einer Förderung von 899 500 Euro aus dem Kommunal-Investitionsprogramm Schulinfrastruktur (KIP-S) rechnen.

n GVS Mitterlangau–Pirk

Der Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße (GVS) zwischen Mitterlangau und Pirk kann voraussichtlich mit dem höchstmöglichen Fördersatz starten. Laut Bescheid der Regierung wird die Gesamtzuwendung 300 000 Euro betragen.

Neue Asphaltbahnen

Wie jedes Jahr sollen auch heuer Stadtkapelle, Spielmannszug, Musikschulen und die Sportvereine eine kleine Förderung erhalten. Diese freiwilligen Leistungen und Aufwandserstattungen aus dem Haushalt 2019 müssen jedoch erst den Stadtrat passieren. Die Beträge wurden einstimmig wie von der Verwaltung vorgeschlagen genehmigt. Stadtkapelle und Kolping-Spielmannszug erhalten aufgrund der Investitionen für den Musiker-Trakt in der Schule wie im Vorjahr einen Zuschuss von je 500 Euro. An die Anton-Bruckner-Musikschule gehen je Schüler 1,20 Euro monatlich, zuzüglich der Spielleistung beim Christkindlmarkt. Die Schüler der Musikschule Neunburg erhalten je Fachbelegung 1,20 Euro monatlich. Die Pro-Kopf-Förderung jugendlicher aktiv gemeldeter Sportler beträgt fünf Euro. Im Haushalt 2019 liegt der Ansatz dafür bei 4800 Euro.

Wie Michael Hösl zur Information vortrug, plant die TSV-Abteilung Stockschützen, die Neuasphaltierung der Sommerstockbahnen am Freibad für rund 17 000 Euro. Mit Antragsschreiben vom 26. September wurde gebeten, dass die Stadt mindestens 50 Prozent der Kosten übernimmt. Stadtrat Alexander Ried wies auf ein BLSV-Förderprogramm für Sportstätten mit einem Satz von 45 Prozent hin. Nach Meinung der Verwaltung sollte jedoch vorweg eine technische Prüfung erfolgen.

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