14.05.2018 - 20:10 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Stadtrat will Investition bei Jahnstadion und Stadtarchiv begrenzen Kostensparendes Denken

"Wir müssen jetzt die Weichen für 2019/20 stellen", sagte Bürgermeister Heinz Weigl bei der jüngsten Stadtratssitzung und bat das Gremium, die Vorlage für den Haushalt 2018 "mitzugehen". Auf der Tagesordnung standen Anträge und Einwendungen der Fraktionen. Am 24. April hatte der Haupt- und Finanzausschusses nichtöffentlich getagt, wobei der Haushalt erst in der Juni-Sitzung verabschiedet wird.

von Gertraud Portner Kontakt Profil

Die CSU/CWG/Aktive-Fraktion hatte einige Punkte für Veränderungen im Haushalt 2018 aufgelistet. "Wenn wir das Stadtarchiv statt einem Neubau einmieten, dann haben wir zwei Millionen Euro frei um Straßen zu sanieren", sagte Sprecher Alexander Ried. Planerisch eingestellt werden sollten Dreifaltigkeit, Doktor-Eisenbarth-Straße und Pirk-Oberlangau. "Nachdem die Straßenausbausatzung nicht ad acta gelegt ist und die Frage nach dem Ausgleich vom Staat noch nicht beantwortet ist, werden wir keine Straße im Ortsbereich machen", sagte der Bürgermeister und verwies darauf, dass einige andere Straßenprojekte laufen. Bei der Oberdeckenverstärkung Pirk-Oberlangau und Bahnhof Lind-Nunzenried wird eine mögliche Förderung für nächstes Jahr geprüft.

Zurück zum Stadtarchiv. "Wir haben Beschlüsse für eine Dauer- bzw. Pflichtaufgabe der Stadt, welche die nächsten einhundert Jahre so bleiben wird. Wir verkaufen ja auch nicht das Rathaus und mieten uns ein", sagte der Bürgermeister und ergänzte: "Es ist auch ein Stück Stadtsanierung. Das alte Gebäude würde verfallen." Laut Aussage von Architekt Brückner werde sich der Kostenvoranschlag aus 2016 um etwa acht Prozent erhöhen. Das sei im Haushalt berücksichtigt. "Das Stadtarchiv darf nicht teurer als 1,6 Millionen Euro werden. Einsparungen sind auszuschöpfen", brachte Alexander Ried vor. Dafür wurde ein mehrheitlicher Beschluss gefasst.

PWG/SPD/JW-Sprecher Josef Lohrer regte noch an, die Summe für den Haushaltsansatz "Sanierung des Jahnstadions" bei 1,5 Euro zu belassen und nicht auf 1,8 Millionen zu erhöhen: "Wir sollten einen Druck aufbauen, damit die Planer kostensparend denken." Der Antrag wurde einstimmig angenommen. Das komplette Zahlenwerk des Haushalts 2018 steht am 12. Juni zur Verabschiedung auf der Tagesordnung.

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