21.10.2019 - 16:42 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Kreative "Lebenswelten" im Oberviechtacher Museum

Auf großes Publikumsinteresse stößt die Ausstellung "Lebenswelten" im Doktor-Eisenbarth- und Stadtmuseum. In über 50 Exponaten zeigt Malerin und Töpferin Maria Schießl die große Bandbreite ihrer kreativen Fähigkeiten.

Über 50 Exponate umfasst die Ausstellung "Lebenswelten", die das Eisenbarth- und Stadtmuseum bis 10. November zeigt. Die Vielfalt der Werke offenbarte sich den Gästen bei der Vernissage.
von Autor SLUProfil
Museumsleiter Wilfried Neuber (links) und Laudator Wigg Bäuml (rechts) würdigten das Werk und die Kreativität von Künstlerin Maria Schießl.

Eine große Anzahl von Gästen aus Nah und Fern war der Einladung des Museumsvereins in das Kulturzentrum in der Marktmühle gefolgt, um der Vernissage zur Ausstellung "Lebenswelten" von Maria Schießl beizuwohnen. Aus Anlass ihres 60. Geburtstags zeigt die Malerin und Töpferin bis zum 10. November einen Querschnitt durch ihr künstlerisches Schaffen. Die 51 Exponate, die auf zwei Ebenen des Doktor-Eisenbarth- und Stadtmuseums präsentiert werden, zeichnen sich durch Vielfalt aus.

In seiner Begrüßung ging Museumsleiter Wilfried Neuber zunächst auf das Kernanliegen des Museumsvereins ein, begleitend und ergänzend zur eigentlichen Museumsarbeit ein breit gefächertes Kulturprogramm anzubieten und damit das gesellschaftliche Leben in Oberviechtach zu bereichern. Dazu zählen in erster Linie Ausstellungen von Künstlern mit unterschiedlichen Materialien, Stilrichtungen und Techniken. Bei Maria Schießl, so der Redner, sei dies in ausgeprägter Weise in einer Person der Fall.

Als "Eigengewächs" bringe sie sich in vielfältigen Funktionen in das Vereinsleben ein – als Schriftführerin, Initiatorin der Kunsthandwerkermärkte und als Organisatorin der "Oberpfälzer Weihnacht im Museum". Über dieses große ehrenamtliche Engagement hinaus, habe sie sich längst auch als Künstlerin einen Namen gemacht.

Das Können und die Schaffenskraft von Maria Schießl würdigte Wigg Bäuml, einer der bekanntesten Künstler der Oberpfalz und Inhaber der Galerie „Kunstraum Atelier Wigg“ in Kallmünz. Ausgehend von verschiedenen Definitionen des Begriffs „Kreativität“ bescheinigte er Schießl ein breites Themen- und Gestaltungsspektrum. Grundsätzlich sei sie allen Materialien und Ausdruckformen gegenüber aufgeschlossen, wobei ihre Vorliebe der Malerei mit Acryl und Kreide sowie der Töpferei gelte. Aber auch der Werkstoff Filz habe es ihr angetan. Seit einem Workshop an der Kunstakademie in Bad Reichenhall im Jahr 2012, habe sie sich verstärkt der abstrakten Malerei gewidmet.

Zum Schluss dankte die Künstlerin allen, die zur Realisation und zum Gelingen ihrer Ausstellung beigetragen hatten. Im Einzelnen nannte sie Wilfried Neuber, ihren Gatten Ludwig, die Museumsmitarbeiter Rosi und Günther Zithier, ihren Schwager Alfons Margraf für die musikalische Umrahmung der Ausstellung und die Herstellung der Eisenständer für die Skulpturen. Ein Dank galt auch Laudator Wigg Bäuml, dessen Ausführungen ihr fast wie ein „künstlerischer Ritterschlag“ anmuteten. Abschließend erläuterte sie, den Ausstellungstitel „Lebenswelten“ als Widerhall ihrer Biographie und ihrer Kunst. In diesem Zusammenhang erinnerte sie an den vor kurzem verstorbenen Freund ihrer Familie und langjährigen Museumsleiter Karl-Heinz Foißner, dem sie ihre Ausstellung widmete.

Öffnungszeiten:

Die Ausstellung von Maria Schießl ist im Oktober an folgenden Tagen geöffnet: Sonntag von 14 bis 17 Uhr sowie Dienstag und Donnerstag von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr. Die Öffnungszeiten im November werden noch gesondert bekannt gegeben. (slu)

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