Über 200 Ehrenamtliche aus der Region – von Winklarn über Teunz bis nach Stadlern – waren der Einladung des CSU-Ortsvorsitzenden Tobias Ehrenfried gefolgt und zum Ehrenamtsempfang der CSU in das Emil-Kemmer-Haus nach Oberviechtach gekommen.
"Das Ehrenamt ist ein Grundpfeiler der Gesellschaft, es begleitet uns durch alle Lebensphasen", hob Ehrenfried bei der Begrüßung hervor, "jeder von Ihnen trägt mit seinem ehrenamtlichen Engagement zum Funktionieren der Gesellschaft bei, " betonte er an die Gäste gewandt. Dabei bereichere die ehrenamtliche Hilfe nicht nur das Leben des zu Unterstützenden, sondern auch der Helfer.
Unbezahlbarer Wert
"Das Ehrenamt ist ein unschätzbarer Wert, keine Kommune könnte das bezahlen", betonte auch Landrat Thomas Ebeling. Immer mehr Vorschriften und die während der Coronazeit oftmals eingetretene Erkenntnis, dass es "auf der Couch auch ganz schön ist", halten viele davon ab, Verantwortung zu übernehmen. "Bleiben Sie weiterhin aktiv in Ihrem Ehrenamt", bekräftigte er. Auch MdL Alexander Flierl sprach den freiwilligen Mitarbeitern Dank aus und bezeichnete sie als "Kitt der Gesellschaft".
"Tief beeindruckt von der großen Zahl an Teilnehmern" zeigte sich Landtagspräsidentin Ilse Aigner, als sie unter Applaus ans Rednerpult trat. "Wie wäre unsere Gesellschaft, wenn wir die vielen helfenden Hände und die Zuwendung nicht hätten?", fragte sie und sprach damit Rettungsdienste, kirchliche Gremien, soziale Einrichtungen, aber auch Sport und Kunst an. Sie formulierte den Satz von Wilhelm Busch, "willst du froh und glücklich leben, lass kein Ehrenamt dir geben", um und meinte: "Dann lass dir schon ein Ehrenamt geben." In einer Gemeinschaft etwas zu organisieren, den Erfolg zu sehen und die glänzenden Augen der Menschen, das sei doch ein gutes, schönes Gefühl. Sie selber kenne ebenfalls ehrenamtliches Engagement als stellvertretende Vorsitzende beim Caritas-Kinderdorf und als Vorsitzende bei Donum Vitae. Auch in der Politik gebe es Ehrenämter, sei es als ehrenamtlicher Bürgermeister, Stadtrat oder Vorsitzender einer Partei. Die Politik unterstütze das Ehrenamt durch die Ehrenamtsversicherung, Koordinationszentren, Zukunftsstiftung für Vereine und die Ehrenamtskarte.
Absage an Populisten
In einem leidenschaftlichen Appell erteilte Aigner den Populisten eine klare Absage, die nur "Ängste schüren und unseren Staat destabilisieren wollen. Es ist kein bürgerschaftliches Engagement, sich am Boden festzukleben", betonte die Landtagspräsidentin. Auch seien soziale Medien mit Vorsicht zu genießen, da die Gefahr der Manipulation groß sei. "Kompromisse sind ein wesentliches Merkmal unserer Demokratie, und dafür treten Sie ein, liebe Ehrenamtliche", beendete die Landtagspräsidentin unter großem Beifall ihre Rede.
Im Foyer trug sich Ilse Aigner in das Goldene Buch der Stadt Oberviechtach ein, während im Saal die Gäste bei Getränken und Häppchen von der Blaskapelle Weiding unterhalten wurden.














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