Oberviechtach
20.04.2026 - 15:10 Uhr

Luise Künzl gibt virtuoses Konzert auf der Oberviechtacher Eisenbarth-Orgel

Die Organistin Luise Künzl beeindruckt in Oberviechtach mit einem facettenreichen Konzert auf der Eisenbarth-Orgel. Mit Werken von Muffat bis Karg-Elert entfalten sich barocke und romantische Klangwelten gleichermaßen eindrucksvoll.

Bei ihrem Konzert in der Stadtpfarrkirche schätzt Luise Künzl die differenzierten Klangschattierungen der Oberviechtacher Eisenbarth-Orgel. Bild: lg
Bei ihrem Konzert in der Stadtpfarrkirche schätzt Luise Künzl die differenzierten Klangschattierungen der Oberviechtacher Eisenbarth-Orgel.

Als die Regensburger Domspatzen im Dezember 2025 zu einem Adventkonzert in die Oberviechtacher Stadtpfarrkirche kamen, da lernte die Organistin Luise Künzl auch die Eisenbarth-Orgel kennen. Am Sonntag gab die profilierte Musikerin ein eigenes Konzert auf dem von ihr besonders geschätzten Instrument der berühmten Passauer Orgelbaudynastie.

Werke vom Barock bis zur Moderne standen auf dem Programm, wobei die virtuos vorgetragene „Toccata septima“ aus „Apparatus musico organisticus“ des frühbarocken Komponisten Georg Muffat (1653-1704) das musikalisch imposante Eröffnungsstück bildete. Nach der „3. Orgelsonate in A-Dur aus Op. 65“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847) folgte mit dem „Flötenkonzert in F-Dur Op. 55“ von Christian Heinrich Rinck (1770-1847) eine stilistisch souveräne Darbietung, bei der die Bandbreite der Flötenregister der Eisenbarth-Orgel eindrucksvoll zur Geltung kamen. Rinck gilt als Schlüsselfigur der deutschen Orgelmusik des frühen 19. Jahrhunderts, der die Übergangszeit zwischen Klassik und Romantik repräsentiert.

In ihrem Schlussvortrag von Sigfried Karg-Elert (1877-1933) arbeitete die Organistin in den kurzen Stücken „Sunset“, „Stimmen der Nacht“ und „Romantisch“ die differenzierten Klangschattierungen der Orgel besonders eindrucksvoll heraus, so dass das Publikum stimmungsvolle romantische und mystische Assoziationen entwickeln konnte.

Die 2005 in Ingolstadt geborene Organistin erhielt bereits in ihrem fünften Lebensjahr Klavierunterricht. Im Alter von neun Jahren begann sie das Orgelspiel und erlebte in der Folgezeit eine hochqualifizierte Ausbildung bei namhaften Professoren. Bedeutende Konzerte gab sie bereits im Regensburger und Trierer Dom. Zu ihren zahlreichen Preisen zählt auch der „Klassikförderpreis“ der Stadt Ingolstadt im Jahr 2022.

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