„Wir hatten kein Auto, darum sind wir mit dem Flieger oder mit dem Bus fortgefahren“, sagte Maria Urban, die ihren 95. Geburtstag im Senioren- und Pflegeheim feiern konnte. Seit fünf Jahren wohnt Maria Urban im Heim, und sie fühlt sich sehr wohl. Der Kaffeetisch für die Familie, die zur Feier des 95. Geburtstags kam, war einladend im Wintergarten gedeckt, ein kleiner Geburtstagskuchen mit Kerze, den die Pflegerinnen mit einem Lied überreichten, stand im Zimmer. Zum Gratulieren kam auch Bürgermeister Rudolf Teplitzky mit einem Geschenkkorb, und auch Geschäftsführerin Michaela Mösbauer gratulierte gemeinsam mit der Pflegedienstleitung Hannelore Rückerl und Katrin Lottner sowie der Einrichtungsleiterin Sonja Horn. „Mein Mann war bei einer französischen Familie in Kriegsgefangenschaft, und da hat er Französisch gelernt“, begründete sie die Vorliebe für Reisen nach Frankreich.
In Teunz als Maria Elsner geboren, arbeitete sie nach der Schule bei einem Bauern in Fuchsberg. Sie wäre gerne Näherin geworden, aber die Zeiten waren nicht leicht. Im Jahr 1954 heiratete sie ihren Mann Ludwig, einen Maurer, baute mit ihm ein Haus und zog Tochter Hedwig groß. Bis zur Rente hat sie in Zangenstein, dann in Ödmiesbach gearbeitet. Ihr Mann starb 2003, seitdem lebte sie allein im Haus, pflegte ihren großen Garten und machte gerne Handarbeiten. Auch Lesen gehörte zu ihren Hobbys. „Meine Füße wollen nicht mehr, deshalb sitze ich im Rollstuhl. Damit kann ich im Haus herumfahren und den Blick zur Allee genießen“, sagte sie.
Auch die Kirche im Heim besucht sie jede Woche. „Ich bin zufrieden“, sagte die geistig fitte Jubilarin, auch wenn altersbedingte Wehwehchen nicht ausbleiben. Und dann erzählte sie wieder von ihren Fahrten nach Frankreich, wo sie schöne Erlebnisse hatte, und von weiteren Reisen mit dem Bus. Ob sie die 100 Jahre voll machen will? „Wie Gott will“, lautete ihre Antwort.













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.