19.02.2020 - 15:25 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Neue Masten und ein Bushäuschen

Bei der ersten Bauausschuss-Sitzung 2020 liegen sechs Bauanträge vor. Ein Eidechsenhabitat interessiert und für den Ortsteil Lind ist ein neues Bushäuschen in Arbeit. Acht "auffällige" Peitschenmasten verschwinden.

Das Bushäuschen in Lind ist schon länger kein Schmuckstück mehr. Der städtische Bauhof zimmert deswegen zur Zeit einen Ersatzbau. Wie im Bauausschuss am Dienstag zu hören war, wird auch die Außenanlage neu gestaltet.
von Gertraud Portner Kontakt Profil

Bürgermeister Heinz Weigl startete trotz kurzer Tagesordnung zügig in die erste Bauausschuss-Sitzung des Jahres. Auf Nachfrage von Rita Biegerl informierte er, dass das Bushäuschen für Lind nicht mehr reparabel sei. Der Bauhof-Zimmerer sei aber schon dabei, ein Wartehäuschen anzufertigen. "Auch die Bepflanzung wird neu gemacht", ergänzte Weigl.

Von Auflage befreit

Über drei Eilentscheidungen des Bürgermeisters informierte Bauamtsleiter Andreas Mandl. Diese betrafen einen Vorbescheid zur Errichtung eines Einfamilienwohnhauses mit Carport in Lind; einen Tekturplan für die Erweiterung eines Wohnhauses mit Anbau eines Wintergartens in der Nunzenrieder Straße und den Neubau eines Geräteschuppens in Obermurach. Einstimmig erteilte das Gremium das gemeindliche Einvernehmen zu den drei vorliegenden Bauanträgen. In Hof will ein Bauwerber einen Carport errichten und dabei das Dach in Holzbauweise auch über die bestehende Fertiggarage ziehen. Dies wurde positiv gesehen, nachdem der Bauort in Nähe der denkmalgeschützten Kirche liegt.

Auf dem aufgelassenen ehemaligen Spielplatz in der Böhmerwaldstraße (Sandradl) kann ein Einfamilienwohnhaus mit Doppelgarage gebaut werden. Neben der eigentlichen Bauparzelle (839 Quadratmeter) wurde auch die angrenzende Grünfläche (688 Quadratmeter) mit der Auflage an den Bauwerber veräußert, dass die vorhandenen Hecken und Bäume erhalten bleiben müssen. Wegen dem üppig vorhandenen Bewuchs beantragten die Bauherren eine Befreiung von der Pflanzung weiterer Großbäume (Grünordnung: ein Großbaum pro angefangener 400 Quadratmeter). Wie Mandl ausführte, sieht der Bebauungsplan auch vor, strukturverbessernde Maßnahmen für die Entwicklung eines Zauneidechsen-Habitats vorzunehmen. Nach Rücksprache mit der Unteren Naturschutzbehörde werde ein solches an dieser Stelle wegen durchziehender Haustiere aber als nicht sinnvoll erachtet. Stattdessen sei vereinbart worden, auf der stadteigenen Ausgleichsfläche in Nähe der Auffahrtsrampe zur Bundesstraße 22 eine solche Maßnahme zu verwirklichen. Dafür soll ein Steinhaufen aufgeschichtet werden.

Der Bauausschuss war mit den Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplans einverstanden. Positiv sahen die Räte auch den Abbruch eines alten Wohnhauses in Wildeppenried und die Errichtung eines Einfamilienhauses als Ersatzbau. "Man kann es nur begrüßen, wenn eine junge Familie am Ort bleibt", meinte Heinz Weigl dazu.

Acht Masten rosten

Unter dem Punkt "Allgemeines" informierte Bauamtschef Andreas Mandl, dass die Bayernwerk Netz GmbH turnusmäßig eine Standsicherheits-Prüfung bei den Straßenlaternen vorgenommen hat. Acht ältere, nicht verzinkte Peitschenmasten seien hauptsächlich wegen Rostbefall als "auffällig" eingestuft worden. Betroffen seien Masten in der Teunzer Straße (2), Bezirksamtsstraße (1), Eigelsberger Straße (3), Kastlstraße (1) und Pfarrer-von-Miller-Straße (1). Auch wenn laut Mandl keine akute Gefährdung vorliege, sei der Austausch in neue verzinkte Standmasten mit LED-Kopf angebracht. Die Angebotssumme beträgt für alle acht Masten 24 368 Euro. Der Bauausschuss vergab den Auftrag einstimmig zur Ausführung in etwa hälftig in den Haushaltsjahren 2020 und 2021. Wie Weigl ergänzte, sollten alle Lampenköpfe nach und nach auf LED umgestellt werden, was sich in wenigen Jahren rechne. Mit diesem Anliegen werde das Bayernwerk aber erst nach den Wahlen auf den neuen Stadtrat und Bürgermeister zukommen.

Barbara Ruhland brachte den Wunsch eines Bürgers vor, bei der Hofausfahrt von der Zahnarztpraxis in die Schönseer Straße einen Spiegel aufzustellen. "Das ist eine private Zufahrt und deshalb keine Sache der Stadt", informierte der Bürgermeister. Der Grundstückseigentümer könne aber auf eigene Kosten einen Verkehrsspiegel anbringen lassen.

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