11.02.2020 - 17:46 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Neues Leben mit 1800 Kilo Setzlingen

Der Fischereiverein Oberviechtach versteht es, junge Angler zu "ködern". Werbemaßnahmen wie das Schnupperangeln oder Naturkundeunterricht in Schulen sind die beste Nachwuchsarbeit. Jetzt gibt es einen Jugendbeauftragten.

Mit Norbert Bösl (rechts) ist für den Verein ein Jugendwart gewählt worden. Vorsitzender Peter Schwabenbauer (links) und sein Stellvertreter Johannes Wurm (Mitte) gratulierten mit Handschlag zur Wahl.
von Christof FröhlichProfil

Über guten Besuch und eine rege Diskussion freute sich der Vorsitzende des Fischereivereins Oberviechtach, Peter Schwabenbauer, in der Jahreshauptversammlung. Er blickte kurz auf die markanten Termine des Vereinsjahres zurück: Beteiligung am Bürgerfest mit Bekanntgabe des Fischerkönigs 2019, Schnupperangeln mit 35 Kindern und der Ehrenabend. In zahlreichen Arbeitseinsätzen wurden die Fischgewässer gepflegt. Mit einem Besatz von rund 1800 Kilo Setzlingen ist für „neues Leben“ in den Fischgewässern gesorgt worden.

Besondere Freude herrscht im Fischereiverein darüber, dass nun der Marktweiher von der Stadt Oberviechtach gepachtet werden konnte. Doch diese Freude ist nicht ganz ungetrübt, da nun eine Beprobung des Fischgewässers erfolgen muss und vom Ergebnis abhängt, ob der Marktweiher ausgebaggert und der vorhandene Schlamm daraus entsorgt werden kann. Erforderliche Maßnahmen werden in Absprache mit der Stadt als Besitzer des Marktweihers laufen.

Von der Pacht unabhängig können selbstverständlich auf der Marktweiheranlage auch weiterhin Feste wie das Bürger- oder Fischerfest veranstaltet werden, da diese idyllische grüne Lunge mitten in der Stadt mittlerweile auch zu einem Markenzeichen der Kommune geworden ist.

Diese Ansicht teilte auch Dritter Bürgermeister Peter Forster, der dem Fischereiverein für die Übernahme des Marktweihers dankte, da damit auch das Gewässer wieder seinem wirklichen Zweck zugeführt und mitten in der Stadt geangelt werden kann. Forster dankte dem Fischereiverein dafür, dass durch Maßnahmen wie das Schnup-perangeln Kindern und Jugendlichen wieder ein Stück Natur vermittelt werde.

Ein Blick in die Kasse zeigte, dass sowohl in den Besatz der Fischgewässer des Vereins, als auch in die Beschaffung von Gerät für Pflegemaßnahmen an den Gewässern kräftig investiert worden ist. Durch elf Neuaufnahmen konnte die Zahl der Vereinsmitglieder auf nun 94 Mitglieder (darunter 73 Aktive) erhöht werden.

Wie ereignisreich das abgelaufene Jahr war, wird auch dadurch deutlich, dass 13 Vorstandssitzungen erforderlich waren. so Vorsitzender Schwabenbauer. Auch das „Fischerfest 2020“ auf der Marktweiheranlage am 12. Juli sei schon in der letzten Planungsphase. Dazu kommen das „Anfischen“ am Hammerweiher in Tröbes am 17. Mai, das Gemeinschaftsfischen am „Höslweiher“ in Lukahammer am 21. Juni, das „Raubfishangeln“ in Oberviechtach und Schönsee am 12. September und das Schnupperangeln am Höslweiher am 8. August.

Da mit weiteren Neuaufnahmen von Kindern und Jugendlichen gerechnet werden kann, wurde in der Mitgliederversammlung mit Norbert Bösl ein Jugendwart gewählt.

Gewässerwart Karl-Heinz Roth gab einen Bericht über den Besatz der einzelnen Gewässer und trug die Fangergebnisse vor. Julian Scherz berichtete über die Arbeitseinsätze, bei denen im Durchschnitt 21 Mitglieder anwesend waren.

In seinen Ausführungen machte der stellvertretende Vorsitzende Johannes Wurm deutlich, dass auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Arbeitseinsätze auf die Aktiven warten. Durch einen Vortrag von Landrat Thomas Ebeling auf Einzelheiten des Vereinsrechts aufmerksam gemacht, sind nach längerer Diskussion einige Satzungsänderungen beschlossen worden.

Die Marktweiheranlage soll auch weiterhin ein Vorzeigeobjekt der Stadt Oberviechtach bleiben. Nun ist noch zu klären, ob der Weiher ausgebaggert wird.
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