In der Reihe „Landsassen/Hofmarken im Pflegamt Obermurach“ hat sich Ulrich Wohlgemuth im Band zwei der „Hofmark Fuchsberg“ gewidmet. Die Grundlage dafür bildeten Quellen, die Maximilian Zinnbauer im Bayerischen Hauptstaatsarchiv gesammelt hatte. Das Ergebnis ist ein akribisch erarbeiteter Band, bei dem Franz Baumer das Layout erstellt und Archivarin Christa Zapf als Beraterin mitgewirkt hat.
Wie interessant und aufschlussreich der Einstieg in die reiche Geschichte des Heimatraums sein kann, wurde bei Wohlgemuths Präsentation seines Werks im Rathaussaal Oberviechtach deutlich. Bürgermeister Rudolf Teplitzky hatte zur Buchvorstellung eingeladen. Die erforschten Quellen thematisieren fünf Streitigkeiten zwischen den Fuchsberger Hofmarksherren und ihren Kontrahenten, die in der Regel am Pflegamt Murach angesiedelt waren. Spannend war auch der historische Gesamtüberblick zur Geschichte von Fuchsberg und Teunz, der im Quellenband enthalten ist.
Von den fünf Streitfällen stellte der Autor einen detaillierter vor: die Auseinandersetzung zwischen Adam Balthasar von Sazenhofen und dem Pflegamt Murach um Steuer- beziehungsweise Zinszahlungen vom „Hammer Oberteunz“. Der Sazenhofer wurde 1673 aufgefordert, Rückstände bei Zinsleistungen zu begleichen, die nach Auffassung des Pflegers dem Kurfürsten zustanden und bis ins Jahr 1522 zurückreichten. Strittig war hierbei die Umwidmung des „öden Hammerwerks“ in eine „Schneid- und Mahlmühle“ 1622 durch den nichtadeligen Hanns Heber, was abgabenrechtliche Änderungen nach sich gezogen hätte. Dem widersprach in letzter Instanz die kurfürstliche Hofkammer in München, sodass dem Sazenhofer nur ein Gnadengesuch blieb. Hanns Heber gilt als Namensgeber der heutigen Hebermühle.














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