Oberviechtach
01.10.2026 - 15:13 Uhr
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Oberviechtach schafft neue Tempo-Messgeräte an

In Oberlangau sollen bald zwei feste Geschwindigkeitsmessgeräte stehen. So will der Stadtrat den Verkehr im Ortsteil weiter beruhigen. Ein weiteres Thema war die St.-Ägidius-Kirche in Hof, deren Sanierung teuer werden dürfte.

„Im Stadtgebiet und in den Ortsteilen sind keine massiv überdurchschnittlichen Tempoüberschreitungen zu erkennen. Es gibt immer wieder Ausreißer, aber diese sind minimal.“ So kommentierte Oberviechtachs Bürgermeister Rudolf Teplitzky die Auswertung der Smiley-Geschwindigkeitsmessgeräte und der Tempo-30-Zonen. Anstelle des Beitritts zum Kommunalen Zweckverband Verkehrssicherheit Oberpfalz werden nach Stadtratsbeschluss von 2023 regelmäßig Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. In der „Muracher Straße“ (5,8 Prozent der Fahrzeuge schneller als 50 km/h) und „Am Schießanger“ (44 Prozent etwas schneller als 50 km/h) sind Smiley-Geschwindigkeitsmessgeräte mit Solarbetrieb fest installiert, die beiden mobilen Messgeräte werden im Stadtgebiet an wechselnden Orten aufgestellt.

In Oberlangau wurde die zugelassene Geschwindigkeit von 50 km/h, vorrangig von Eslarn kommend, von 58 Prozent der Fahrzeuge überschritten, von Mitterlangau kommend waren es 36 Prozent. In Nunzenried wurden nach Fertigstellung des Straßenbaus Überschreitungen von 26 Prozent vom Bahnhof Lind kommend festgestellt. Stadträtin Daniela Heigenhauser (PWG) plädierte dafür, an der Verkehrsberuhigung in den Ortsteilen dranzubleiben. Sie schlug vor, zwei Messgeräte von Eslarn und von Mitterlangau kommend zu installieren. Nach dem Beschluss, der einstimmig erfolgte, werden zwei fest installierte Smiley-Messgeräte mit Solarbetrieb und Kosten von je 3000 Euro für die Staatsstraße 45 in Oberlangau angeschafft.

Tempo-30-Zonen an sensiblen Standorten sind weitere Möglichkeiten der Geschwindigkeitsreduzierung. Vor Eingang einer E-Mail der PWG-Fraktion und eines Antrags der CSU/SPD-Fraktion für Tempo 30 „Am Galgenberg“ hatte die Stadtverwaltung diesbezüglich bereits Schritte unternommen, und Tempo 30 ist somit schon umgesetzt. Zum Antrag der CWG-Fraktion auf Tempo 30 beim Kindergarten in der Bahnhofstraße wird auf die Zuständigkeit des Landkreises verwiesen. Peter Pirzer brachte den Vorschlag, dort mehr mit Park- und Halteverboten zu operieren, in die Diskussion ein. Das Anliegen wird im Rahmen einer Verkehrsschau mit den verantwortlichen Stellen bewertet und dem Stadtrat vorgestellt, lautete der einstimmige Beschluss.

Förderverein für Kirchensanierung?

Die Sanierung der St.-Ägidius-Kirche in Hof mit geschätzten Kosten von mindestens einer Million Euro steht seit längerer Zeit im Fokus, zuletzt wurde 2022 bei einem Treffen mit der Denkmalschutzbehörde, dem Landratsamt und den Bürgern von Hof beraten. Dabei wurde den Hofer Bürgern empfohlen, einen Förderverein zu gründen, um an Spendengelder zu kommen. Am 14. September stellte die CSU/SPD-Fraktion den Antrag mit Blick auf eine Sanierung der Kirche mit dem Denkmalschutz-Sonderprogramm XV des Bundes, für das bundesweit 50 Millionen zur Verfügung stehen.

Reinhard Elsner (CSU) setzte sich für eine Sanierung ein, besonders weil das Dach ein Problem darstelle. Auch Tobias Ehrenfried (CSU) betonte, dass die älteste Kirche im Altlandkreis nicht verfallen solle, während Michael Schlagenhaufer (PWG) angesichts vieler wichtiger Projekte wie der Grundschule auf die angespannte Haushaltslage blickte. „Die Frist für die Antragseinreichung ist am 25. September abgelaufen“, lautete die Stellungnahme des Bürgermeisters. Zudem benötige man ein ausgearbeitetes Sanierungskonzept und eine belastbare Kostenplanung. Die Stadträte beschlossen nach ausführlicher Diskussion, einen Ortstermin mit der Denkmalschutzbehörde zu vereinbaren, die Möglichkeit einer Förderung zu überprüfen und die Fraktionssprecher dazu einzuladen.

Krankenhaus bleibt Thema

Der Bürgermeister informierte das Gremium über den Gesundheitsdialog, der am 15. Juli mit lokalen Playern im Bereich Gesundheit, den Stadtratsfraktionen und überregionalen Partnern der Gesundheitsversorgung stattgefunden hat. „Die Prüfung der Leistungsgruppen 1 und 14 für unsere Klinik ist durch Asklepios beantragt worden, sie läuft noch.“ Ein negativer Bescheid würde die Fortführung des Krankenhauses in Frage stellen, so Teplitzky. Alle politischen Mandatsträger aus der Region seien eingeschaltet und wurden vom Bürgermeister um Unterstützung gebeten.

Der Bürgermeister informierte das Gremium, dass die Stadt Feldgeschworene zur Verstärkung des Teams suche. Interessenten mögen sich bei der Stadt melden. Im Tagesordnungspunkt Anfragen wollte Günter Gilch (CWG) angesichts von fünf Wochen, in denen die Schönthaner kein Internet hatten, wissen, wer der Ansprechpartner sei. „Das ist schwierig, weil es die Firmen, die das verlegt haben, zum Teil nicht mehr gibt“, so der Bürgermeister. „Das ist Sache der Privatwirtschaft“, ergänzte Peter Pirzer (CSU), „ein Schreiben von einem Anwalt könne etwas bewirken.“

Das Aufstellen von Azubi-Säulen in Schulen, an denen Firmen freie Stellen inserieren können, schlug Nicole Most (PWG) vor. Das sei ein guter Tipp, meinte der Bürgermeister, wenngleich die Schulen mit den Ämtern zur Berufsberatung und Arbeitsvermittlung bereits gut vernetzt seien.

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