24.09.2019 - 11:06 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Oberviechtacher Grenadiere bleiben in Bereitschaft

Seit März führt Oberstleutnant Andreas Bleek das Panzergrenadierbataillon 122. Spannend gewesen sei es, die Truppe kennenzulernen, sagt er beim Appell. Von den Soldaten fordert er Einsatzbereitschaft, auch wenn aktuell ein Auftrag fehlt.

Ein Puma-Panzer im Einsatz auf dem Truppenübungsplatz. Die Umstellung auf dieses neue Hauptwaffensystem spielte beim Panzergrenadierbataillon 122 eine große Rolle. Auf diese Phase blickte Kommandeur Andreas Bleek beim Quartalsappell zurück.
von Christof FröhlichProfil
Oberstabsfeldwebel Jürgen-Anton Wölfl (rechts) bekam durch Oberstleutnant Andreas Bleek das Ehrenzeichen der Bundeswehr in Gold überreicht.

Mit einem Rückblick auf sein erstes halbes Jahr an der Spitze des Oberviechtacher Verbandes leitete Andreas Bleek den Quartalsappell in der Grenzlandkaserne ein. Vor zahlreichen Gästen, darunter auch Bürgermeister Heinz Weigl und Vertreter der Traditionsverbände, habe er mit dem Panzergrenadierbataillon 122 eine Einheit übernommen, das sich im gesamten Heer einen sehr guten Namen gemacht habe. Von vielen Seiten sei ihm zu seiner Truppe gratuliert worden.

Das Oberviechtacher Bataillon sei bundesweit bekannt, stellte der Oberstleutnant heraus. Nicht nur durch die bewältigten Aufträge bei den Bündnispartnern im Baltikum, sondern auch durch beständige Leistungen in Einsatz und Übung, habe sich der Verband diesen Ruf erworben. Für ihn sei daher umso spannender gewesen, die ihm unterstellten Soldaten gerade in der Phase kennenzulernen, als vom bisherigen Waffensystem "Marder" auf die neuen Puma-Panzer umgestellt wurde.

Laut Bleek ist bisher noch unklar, welche Aufträge das Bataillon in Zukunft erwarten. "Unverändert schlägt das Pendel wieder zurück in Richtung Landes- und Bündnisverteidigung", so der Offizier. Auch der Wandel innerhalb der Nato spiele dabei eine Rolle, dort werde in Zukunft auf mehr Kräfte in einem hohen Bereitschaftsgrad gesetzt. Doch welche Aufgaben damit auf die Oberviechtacher Soldaten zukommen werden, sei noch offen. "Die Details sind noch nicht klar", verdeutlichte Andreas Bleek. Bisher sei noch kein Auftrag ergangen, ob und in welchem Umfang die 122er einen Beitrag zur "Nato Readiness Initiative" leisten sollen. Diese sieht den Aufbau einer schnellen militärischen Eingreiftruppe für Europa vor.

Oberstleutnant Andreas Bleek lehnte es aber, davon zu sprechen, dass das Bataillon nun kein Ziel mehr habe. "Höchste Einsatzbereitschaft" gab er als Marschroute für den Verband aus. Auch, um entsprechend gerüstet zu sein, wenn sich die neuen Aufträge ankündigen: "Wenn wir dieses Ziel erreichen, kann jeder Auftrag kommen, und wir werden jeden Auftrag bewältigen."

Nach der Ansprache rückten einige Soldaten in den Blickpunkt: Vor dem angetretenen Bataillon wurden Oberfeldwebel Tobias-Stefan Rustler und Hauptfeldwebel Sebastian König zu Berufssoldaten ernannt. Eine besondere Auszeichnung erfuhr Oberstabsfeldwebel Jürgen-Anton Wölfl, Kompaniefeldwebel der dritten Kompanie, den Oberstleutnant Bleek als Vorbild für alle Soldaten bezeichnete. Er verlieh ihm das Ehrenzeichen der Bundeswehr in Gold. Dank und Anerkennung erfuhr auch Stabsfeldwebel Stefan Götz für 25 Dienstjahre.

Abschied von der Truppe:

Mit der Ehrennadel des Panzergrenadierbataillons 122 ist Major Andreas Möckel aus dem Verband verabschiedet worden. Er habe den Verband mit seinem enormen Können und seiner Erfahrung als Stabsoffizier geprägt, so Oberstleutnant Andreas Bleek. Mit großer Expertise, Führungskönnen und -anspruch, aber auch großer Menschlichkeit habe er sich höchste Anerkennung bei den Soldaten, in Brigade und Division verdient. (frd)

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