18.07.2019 - 10:04 Uhr
OberviechtachOberpfalz

OGO-Forscher-Talente punkten mit Witz und Kreativität

Zum fünften Mal findet am Ortenburg-Gymnasium ein Wettbewerb für Jungforscher statt. Deren Kreativität bringt die Jury-Mitglieder aus Hochschulen und Wirtschaft zum Staunen.

Schulleiter Ludwig Pfeiffer (rechts) gratuliert den sieben erfolgreichen Forscherteams. Mit auf dem Bild die Juroren und Organisator Johannes Klug (hinten, rechts).
von Georg LangProfil

Mit schmissigen Rhythmen der Junior-Big-Band und der Vorführung verblüffender Experimente der Knoff-Hoff-Show durch Schülerinnen der Klasse 10d wurde der Forscherwettbewerb „Virtual science fair“ am Ortenburg-Gymnasium eröffnet. „Junge Forscher braucht das Land!“, forderte Schulleiter Ludwig Pfeiffer bei der Begrüßung der gesamten 7. Jahrgangsstufe. Deren Schüler präsentierten meist in Teams die Ergebnisse ihrer Projekte der zurückliegenden Monate.

Unter der Leitung von Oberstudienrat Johannes Klug findet dieser Wettbewerb der Jungforscher bereits im fünften Jahr statt. Ein qualifiziertes Jurorenteam machte es sich nicht leicht bei der Bewertung der insgesamt 22 Präsentationen, gegliedert nach den Fachbereichen Biologie (7 Themen), Chemie (5 Themen) sowie Physik/Technik (10 Themen). Davon wurden insgesamt sieben Projekte ausgezeichnet. Interessiert begutachteten auch Schülereltern und andere Gäste die in der Pausenhalle aufgebauten Stände der hochmotivierten jungen Forscher, die teilweise erstaunlich kreativ vorgegangen waren.

Ein praktisches Thema, das die anwesenden Gartenfreunde besonders ansprach, schaffte es bis in den Spitzenbereich. Jana Hölzl, Sophie Koller und Paula Zierer untersuchten, unter welchen Voraussetzungen Bohnen besonders gut wachsen. Eine Tabelle offenbarte die Idealbedingungen von Licht, Temperatur und Wasserzufuhr. Bei einem weiteren Biologieprojekt überzeugte Sarah Chmura die Jury mit einer wissenschaftsorientierten Untersuchung über Triopse. Die Jungforscherin stellte zahlreiche Versuche zu Lebensbedingungen und Fortpflanzung dieser urzeitlichen Krebstierchen an, für die sie im heimischen Terrarium ein Untersuchungsfeld geschaffen hatte.

„Immer einen klaren Durchblick“, darüber freuten sich die Brillenträger, als Sina Feneis ihr Antibeschlagmittel für Brillen vorstellte. Sina präsentierte die ideale Mischung aus Spülmittel und Spiritus, die dieses „Wunder“ bewirkt. Neben diesem Thema war auch eine weitere erfolgreiche Chemiepräsentation sehr praxisorientiert. Rebeka Csibi, Lea Hauser, Julia Landkammer und Amelie Plener verrieten, mit welchen Mitteln sich Kaugummi aus unterschiedlichen Stoffen entfernen lässt.

Die Physikerjury staunte, mit welchen einfachen Mitteln man einen funktionierenden Elektromotor fertigen kann. Bastian Klug, Bastian Nagler und Raphael Rieder hatten ohne die kommerziell angebotenen Baukästen dieses Experiment gewagt. Ganz oben in der Bewertung der Technikexperimente stand auch die Isolierung von Eis durch das Team Jannik Steffens, Max Steininger und Maximilian Zimmermann. Äußerst kreativ zeigten sich auch Fabian Böhm, Maximilian Jäkel, Carina Knott und Paula Wimmer, die sich in ihren Versuchen dem effizienten Schutz von Eiern verschrieben hatten. „Wir haben genau hingeschaut und intensive Fragen gestellt", umriss Jörg Mertins bei der Siegerehrung den Einsatz der Jury.

Einen genauen Einblick verschafften sich die Juroren über die verschiedenen Projekt. Hier wird gerade ein Elektromotor begutachtet.
Externe Juroren:

Die Präsentationen der Jungforscher wurden von externen Juroren in vier Teams bewertet. Der Jury gehörten an: Professor Dr. Wolfgang Aumer (Technologiecampus Cham), Dr. Jörg Mertins und Dr. Christina Ehras (Universität Regensburg), die Firmenvertreter Michael Heinrich (SSI Schäfer Oberviechtach), Angela Klotz (TGW Teunz), Josef Ruider (FEE Neunburg), die Studenten Nils Dirscherl und Patrick Kühner sowie die ehemaligen Lehrkräfte des Ortenburg-Gymnasiums Wolfgang Graf, Georg Lang, Erik Waengler und Andreas Wirnshofer. (lg)

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