Die im Regionalverband Cham organisierten Mesner der Diözese waren kürzlich zu Gast in der Pfarrei Lam. Etwa vier mal im Jahr treffen sich die Mesner aus den Dekanaten Cham, Kötzting, Roding, Neunburg vorm Wald und Oberviechtach in wechselnden Pfarreien zum Erfahrungsaustausch und zur Kontaktpflege.
Josef Pflug, Vorsitzender des Regionalverbandes, berichtete erfreut, dass der Verband derzeit 68 Mitglieder hat. Mit dabei war diesmal auch Regionaldekan Pfarrer Holger Kruschina aus Roding. Er ist der Präses der Mesner. Der Nachmittag begann mit einem von Pfarrer Kruschina zelebrierten Gottesdienst. Der Geistliche freute sich, den Mesnern, die sonst immer in die Liturgie eingebunden sind, einmal einen Perspektivwechsel gönnen zu können. Auch Pfarrer Ambros Trummer hatte diesmal den Platz in den Kirchenbänken eingenommen. Seiner Predigt legte der Präses den Paulusbrief an die Römer zugrunde. "Den längsten der Paulusbriefe und dessen Bewerbungsschreiben für seinen Aufenthalt in Rom", wie Trummer es nannte. Martin Luther habe darin die Lösung für sein eigenes Existenzproblem gefunden: "Das wir durch nichts anderes, als allein die Gnade Gottes gerecht werden". 1999 hätten die katholische und evangelische Kirche dies in einer gemeinsamen Erklärung festgeschrieben. Dies habe bis heute Gültigkeit und Bedeutung im ökumenischen Dialog. "In dieser Erlösung durch Gnade sind wir aber auch zur Freiheit der Tat aufgefordert und müssen uns immer neu daran orientieren und aufbrechen", so Pfarrer Kruschina. Die in der Kirche ehrenamtlich Tätigen müssten ihre Arbeit von Außenstehenden oft infrage stellen lassen, dürften aber dankbar bekennen, dass der Dienst segensreich ist. "Das Mesnertreffen dient auch dazu, sich gegenseitig zu bestärken", so Kruschina.
Der ehemalige Kirchenpfleger Gert Paulus nahm die Gäste anschließend mit auf eine kurze Führung durch die Pfarrkirche und den Friedhof. Besonders die Vielfalt der möglichen Bestattungsformen und die künstlerische Gestaltung beeindruckte die Gruppe. Anschließend stand ein gemütliches Kaffeetrinken im Pfarrsaal auf dem Programm. Hierbei nutzte Pastoralreferent Martin Münch die Gelegenheit, über den sehr erfolgreichen Jahrmarkt mit Kino-Gottesdienst (Motto: "So ein Zirkus") zu berichten. Um Filmsequenzen aus "The Greatest Showman" hatte Pfarrer Gerhard Pöpperl, Leiter der Abteilung Berufungspastoral im Bistum Regensburg, mit Unterstützung der Pfarrei einen ungewöhnlichen, temperamentvollen und gleichzeitig tiefgehenden Gottesdienst "gestrickt". Die Vorbereitungen hatten ein Jahr in Anspruch genommen.













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