Wer kennt die Inkagurke oder den Forellensalat? Wer hat schon mal Tomaten der Sorten Artizan Tiger oder White Cherry angebaut? Das sind alles Sorten, die man kaum in Gärtnereien oder Gartencentern bekommt. Sie sind samenfest und damit kennzeichnend für das Saatgutfestival, das bereits zum vierten Mal mit überwältigendem Erfolg in der Eisenbarthstadt veranstaltet wurde und Hobbygärtner und Interessierte auch von weiter her in die Mehrzweckhalle zog.
Bereits kurz nach der Eröffnung um 10 Uhr konnten die Kassenwarte, Mitglieder des Vereins Goldmacher, 250 Besucher zählen, und der Zustrom hielt unvermindert an, so dass bis zum Ende gut 1200 Gäste zum Saatgutfestival gekommen waren. Als Gruß der Stadt erfreute die Stadtkapelle die Gäste mit flotten Klängen. Hobbygärtner und Experten für Gartenbau boten Saatgut oder Pflanzen aus selbst gewonnenen Samen sowie Produkte für den Nutz- und Ziergarten an. Unzählige Arten von Bohnenkernen mit Namen wie "Schöne von Frau Waitzel", "Reine de Pourpres" oder "Indianerbohne" konnten für wenig Geld erworben werden, dazu Samen von Magentaspinat, Russischer Erbse oder Schmankerl-Kartoffeln.
Große Tomaten- und Paprikapflanzen wechselten die Besitzer und waren im Nu ausverkauft. Dazwischen bot der Imkerverein Produkte von Bienen an. Kräutersalze, Kaffee-Sirup, herbe und süße Aufstriche wie Tomaten-Pfirsich-Marmelade und Naturkost nach Hildegard von Bingen konnten ebenso erworben werden wie Schafwoll-Pellets oder Naturdünger sowie auch Alpaka-Wolle. Informationen zu effektiven Mikroorganismen und ihre Verwendung in Bokashi-Eimern zur Kompostierung gab es ebenfalls . "Die Biogärtnerei Herb aus Kempten und ein Anbieter mit Blühsaaten aus Hof sind neu dieses Jahr", erläuterte Egbert Völkl im Gespräch.
Er und seine Frau Edeltraud hatten vor Jahren die Initiative für das Saatgutfestival ergriffen und es in die Wege geleitet. Zusammenn mit Bürgermeister Rudolf Teplitzky machte Völkl einen Rundgang durch die umfangreiche Ausstellung, und die beiden ließen sich Kuchen und Torten des Gartenbauvereins Oberviechtach zum Kaffee schmecken. Zur Mittagszeit waren die warmen Würste des Pferdesportvereins gefragt, und vor der Halle wurde frisches Brot verkauft. Flankiert wurde die Ausstellung von Tipps und Flyern von der Interessensgemeinschaft guter Boden, dem Verein Naturpark Oberpfälzer Wald, dem Landesbund für Vogelschutz, der Heinz-Sielmann-Stiftung, dem Oberpfälzer Seenland und dem Mitmach-Memory für Kinder, den der Gartenpflegeverein Schwandorf mit Kreisfachberaterin Heidi Schmid anbot. Mit Vorträgen über Permakultur und Gesundheit aus dem Garten erhielten die Besucher einen umfassenden Überblick über naturnahes Gärtnern.
















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