„Oberviechtach ist für mich wie ein Heimkommen“, gestand Brigadegeneral Christoph Huber, als er sich am Freitag ins Goldene Buch der Stad Oberviechtach eintrug. Dieser Termin bildete den Abschluss seines „ersten Dienstaufsichtsbesuchs“ beim Panzergrenadierbataillon 122, das seit 1. Februar offiziell zur Panzerbrigade 45 in Litauen gehört.
„Vielen Dank für die Ehre Ihres Besuchs bei uns“, meinte Bürgermeister Rudolf Teplitzky, als er die Feier im Rathaus eröffnete. Neben den Fraktionsvertretern Philipp Troppmann und 2. Bürgermeister Egbert Völkl nahm auch Oberstleutnant Rayk Engel an der Feierstunde teil.
Dieser war bereits als Kompaniechef in Oberviechtach stationiert, als Christoph Huber das Panzergrenadierbataillon befehligte. „Ich war zwar nur drei Jahre in Oberviechtach, aber diese Zeit hat mich persönlich geprägt“, gestand der Brigadegeneral, der sich auch an seine Schirmherrschaft über das Doktor-Eisenbarth-Festspiel im Jahr 2018 erinnerte.
Schöne Erinnerungen
Er zitierte in diesem Zusammenhang den zwischenzeitlich gestorbenen Regisseur Michael Eckl, als dieser den Dauerregen am Premierentag verschmitzt kommentierte: „Lieber Herr Schirmherr, Ihr Schirm war nicht groß genug!“ Bürgermeister Teplitzky nahm dieses Bonmot zum Anlass, den General zur Premiere der Neuinszenierung am 27. Mai 2027 einzuladen.
„Ich kann verstehen, dass die Verlegung der Panzergrenadiere ein schmerzhafter Einschnitt für die Garnisonstadt ist“, leitete der Brigadekommandeur zur Neustrukturierung innerhalb der Bundeswehr über, bei der die Panzerbrigade Litauen innerhalb des deutschen Heeres eine wesentliche Aufgabe übertragen bekommen habe.
Investition in die Freiheit
In Anbetracht der politischen Entwicklung sei „diese Maßnahme alternativlos“. Man verteidige die Freiheit an der NATO-Ostflanke und das Engagement sei auch eine „Investition in unsere Freiheit“, gab der General zu bedenken. „Wir sind bereits jetzt hybrid gefährdet“, stellte er im Hinblick auf entsprechende Provokationen von russischer Seite fest.
Der Begriff der „Grenzlandkaserne“ treffe in seiner ursprünglichen Bedeutung heute nicht mehr zu, blendeten der Bürgermeister und der General auf den Wandel der Zeit. Einen neuen Grenzeinsatz erfahre das Panzergrenadierbataillon 122 allerdings jetzt in Litauen. Hier werde die einst im Kalten Krieg erfahrene Solidarität bei neuen Partnern praktiziert. Huber brachte in diesem Zusammenhang auch seine schwäbische Heimat ins Gespräch, wo er als Jugendlicher eine enge militärische Zusammenarbeit mit der US-Armee erlebte. Zum Schluss übergab er an Bürgermeister Teplitzky als Gastgeschenk das Wappen der Brigade 45.
















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