Oberviechtach
17.10.2022 - 12:47 Uhr

Ein "Stück Himmel" in einer langen Kirchennacht

Es hätten mehr sein können, die sich auf die Suche nach einem "Stück Himmel" machen. Doch wer das Angebot der katholischen und evangelischen Kirche annahm, wurde nicht enttäuscht bei der "Langen Nacht der offenen Kirchen".

"Ich stelle mir vor, dass man auf eine Leiter hinaufsteigt, und dann geht man durch ein Tor in den Himmel." So oder ähnlich formulierten und malten die Ministranten ihre Gedanken zum Leitthema "Ein Stück Himmel", zu dem es bei der "Langen Nacht der offenen Kirchen" vielfältige Aktionen in der katholischen und evangelischen Kirche gab.

Das ökumenisch zusammengesetzte Planungsteam mit Bianca Reil und Gabi Gilch an der Spitze hatte zusammen mit den Geistlichen und den kirchlichen Gruppierungen ein Programm zusammengestellt, das den Besuchern eben "ein Stück Himmel" vermitteln sollte.

Nach einer ökumenischen Andacht mit Pfarrer Alfons Kaufmann und Pfarrer Norbert Schlinke animierte Kaplan Florian Frohnhöfer die Gäste in der Stadtpfarrkirche, ihre eigene Vorstellung von Himmel zu malen und die Bilder aufzuhängen. Mit harmonischen Liedern, unter anderem von Kati Stimmer-Salzeder, griff der Chor "Pusteblume" unter der Leitung von Maria Ahlemeyer das Leitthema auf und regte die Besucher zum Mitsingen an. Eine Meditation mit gregorianischen Gesängen war das Angebot des Katholischen Frauenbundes, die zum Innehalten einlud.

Perlen des Glaubens

Die "Perlen des Glaubens" wurden von Mitgliedern der Kolpingfamilie anschaulich in einem Bodenbild dargestellt. In Texten wurden die Perlen erläutert, etwa die Perle der Liebe oder die Perle der Gelassenheit. Mit dem als "Himmelsklänge" titulierten Konzert von Regionalkantor Florian Schuster wurde bei rot beleuchteter Orgel der Abend in der Pfarrkirche gegen Mitternacht abgeschlossen.

In der evangelischen Auferstehungskirche begann der Abend mit der Percussions Group "Drum Bun" aus Regenstauf laut und schwungvoll. Die Gäste waren eingeladen, mit leeren Plastikflaschen den vorgegebenen Rhythmus nachzuklatschen, was großen Spaß machte.

"Himmelsklänge" an der Orgel

Bei der sozialkritischen Komödie "Contra", die mit Unterstützung des P- Seminars "Technik" des Ortenburg- Gymnasiums in der Kirche gezeigt wurde, ging es um das Überwinden von Vorurteilen, denen die Jurastudentin Naima Hamid ausgesetzt war. "Himmelsklänge" an der Orgel vermittelte Falk Gilch, der neben Improvisationen über norddeutsche und angloamerikanische Choräle mit "Russians" von Sting einen Höhepunkt setzte.

Eine Kirchenführung mit Pfarrer Schlinke, die vom Posaunenchor musikalisch begleitet wurde, und ein gemeinsames Nachtgebet beschlossen die Nacht, bei der mit Zwiebelkuchen und Federweißem im Gemeindesaal auch für das leibliche Wohl gesorgt war. Wenn auch die Besucher nicht in Scharen herbeigeströmt waren, diejenigen, die dabei waren, erlebten für einige Stunden "ein Stück Himmel".

 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.