Teplitzkys Ziel: Einwohnerzahl in Oberviechtach auf über 5000 steigern

Oberviechtach
21.11.2022 - 12:07 Uhr

Stadtpolitik interessiert: Etwa 100 Oberviechtacher kommen zur Bürgerversammlung, um sich über laufende Projekte und Zukunftsaufgaben der Kommune zu informieren.

Coronabedingt war es Rudolf Teplitzkys erste Bürgerversammlung, die in Präsenz im Emil-Kemmer-Haus stattfand. Der Bürgermeister konnte unter den zahlreichen Zuhörern auch Landrat Thomas Ebeling begrüßen, der sich über die Oberviechtacher Projekte und die Stadtratsarbeit informierte.

Bürgermeister Teplitzky unterstrich das gute Klima im Stadtrat, das auch darin begründet ist, dass die Stadtratssitzungen durch interfraktionelle Besprechungen vorbereitet würden. Als Bürgermeister lägen ihm besonders der Dialog mit dem Bürger, dessen Teilhabe an der Gemeinschaft, die Stärkung des Mittelzentrums Oberviechtach, eine generationenübergreifende Infrastruktur und ein noch stärkerer Bekanntheitsgrad des „Goldstück Bayerns“ am Herzen. Es hätten sich schon viele Bürger zu den „Goldmachern“ zusammengeschlossen, da es darin möglich sei, positive Akzente für die Heimatregion zu setzen.

Millionen für Pflichtaufgaben

Eines der großen Ziele im Zukunftsplan Oberviechtach 2030 sei es, so Teplitzky, die Einwohnerzahl Oberviechtachs von derzeit 4 962 Einwohner wieder auf über 5 000 Einwohner zu steigern. Bei einem Blick auf die Finanzen stellte der Bürgermeister fest, dass Oberviechtach mit dem im März 2022 verabschiedeten stattlichen Haushalt von 28,4 Millionen Euro nur Pflichtaufgaben erledigen könne, neun Millionen Euro davon fließen in Baumaßnahmen und 1,7 Millionen müssen in den Breitbandausbau investiert werden. Eine große Aufgabe der Zukunft sah der Bürgermeister in der Altstadtsanierung und der Belebung der Innenstadt, was durch die Zusammenarbeit aller Bürger erreicht werden könne. Beispielhaft sei die Feier „70 Jahre Stadt Oberviechtach“ in diesem Jahr gewesen.

Ein großer Segen für die Stadt sei nach wie vor die Dr. Max und Margret-Schwarz- Stiftung und Nachlassverwalterin Erika Odemer: Damit sei es der Stadt möglich, noch weitere notwendige Maßnahmen anzugehen.

Zielführende Verhandlungen

Eine gute Lösung sei auch mit dem neuen Gewerbegebiet bei Hof gefunden worden, da nun durch gute Verhandlungen 37 000 Quadratmeter Grund mit der Option von weiteren 57 000 Quadratmetern Grundstückfläche als Gewerbegebiet erworben werden konnten. Hier stellte der Bürgermeister heraus, dass bei den Verhandlungen mit den Grundstücksbesitzern auch ein gutes Stück „Heimatgel“ zu spüren gewesen sei, nur dadurch seien diese Verhandlungen zu einem guten Abschluss gebracht worden.

Auch Landrat Thomas Ebeling sah die Eisenbarthstadt mit all den angepackten Maßnahmen, Planungen und Visionen auf einem guten Weg.

Aufmerksam verfolgten dann die Besucher der Bürgerversammlung die Ausführungen von Kommunalberaterin Kerstin Hösl-Wendler, die zunächst die auf die Bürger zukommenden Beiträge für die Verbesserung und Erneuerung der Wasserversorgungseinrichtungen am Roßhaupt und am Galgenberg erläuterte. Der vorläufige Verbesserungsaufwand belaufe sich derzeit auf 5 674 000 Euro, wovon 1 185 500 Euro (20, 89 Prozent) an Zuwendungen zu erwarten sind. Demnach betrage der auf die Bürger umlegefähige Aufwand noch auf 4 488 500 Euro (79,11 Prozent).

Diese Kosten müssen auf die Haus- und Grundstückbesitzer in Höhe von 0,44 Euro je Quadratmeter Grundstücksfläche und 3,78 Euro je Quadratmeter Geschossfläche umgelegt werden. Diese Kosten werden in moderaten Raten erhoben. In diesem Jahr noch mit zehn Prozent, im nächsten Jahr mit 20 Prozent, 2024 mit 30 Prozent und 2025 mit der Restsumme des zu zahlenden Gesamtbetrags.

20 km/h sinnvoll?

Als dann die Bürger das Wort hatten, stellte Klaus Habl die Sinnhaftigkeit der Tempobeschränkung auf 20 km/h im Innenstadtbereich in Frage, da sogar in Kindergarten- und Schulbereich das Tempo 30 als langsam genug angesehen werde. Ein Diskussionspunkt von Michael Kraus war der mögliche Gewerbepark an der Ostmarkstraße. Thematisiert wurden Standorte für eine neues Feuerwehrgerätehaus und die BRK-Rettungswache, wobei der neue Standort für die Rettungswache mit dem Bahnhof Lind bereits festgelegt worden ist. Auch eine E-Tankstelle auf dem bisherigen Volksfestplatz wurde angeregt.

Info:

Bevölkerungszahlen

  • Einwohner: 4 962 Bürger
  • Ein bis sechs Jahre: 268
  • Sieben bis 17 Jahre: 508
  • 18 bis 30 Jahre: 682
  • 31 bis 60 Jahre:1969
  • 61 bis 90 Jahre:1492
  • Über 91 Jahre: 45

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