03.02.2020 - 11:17 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Verdienste mit Ehrenvorsitz gewürdigt

Von 1991 bis 2018 hat Josef Hauer die Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) Oberviechtach als Vorsitzender geführt. Sein Einsatz auf vielen Feldern, unter anderem bei der Mitgliederwerbung, ist Anlass für eine besondere Auszeichnung.

Die Ernennung zum Ehrenvorsitzenden der Krieger- und Soldatenkameradschaft Oberviechtach erhielt Josef Hauer (Zweiter von rechts) durch Vorsitzenden Christian Schießl (Zweiter von links) überreicht. Als Vertreter der Patenkompanie gratulierten Hauptmann Patrick Lay (rechts) und Oberstabsfeldwebel Lars Pilar.
von Christof FröhlichProfil

In der Jahreshauptversammlung wartete Vorsitzender Christian Schießl mit der erfreulichen Mitteilung auf, dass mit Hans Fleischer, Thomas Teich, Manuel Denkscherz, Wolfgang Winter, Christian Winter und Florian Karger sechs neue Mitglieder gewonnen wurden. Auch "Ungediente" würden als Fördermitglieder aufgenommen, um die Stärke von aktuell 150 Mitgliedern zu halten und weiter auszubauen ist. Schießl dankte den Soldaten der Garnison Oberviechtach, die für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge etwa 35 000 gesammelt hatten.

Zahlreiche Aktivitäten wies der Rückblick auf 2019 auf. Neben gemeinsamen Veranstaltungen mit den Soldaten der zweiten Kompanie des Panzergrenadierbataillons 122, die Pateneinheit der Stadt Oberviechtach, sowie Appellen in der Kaserne, hat die KSK bei vielen Terminen in- und außerhalb des Stadtgebietes Flagge gezeigt. Laut Schießl ist die Kirwa-Feier im Pfarrheim wieder eine der herausragenden Veranstaltungen gewesen, künftig sollen dabei aber aus "Rentabilitätsgründen" neue Wege gegangen. Ganz und gar nicht zufrieden zeigte sich der Vorsitzende mit der Beteiligung der Bevölkerung am Volkstrauertag.

Dritter Bürgermeister Peter Forster dankte der KSK, dass sie das Gedenken an die Verstorbenen der Weltkriege hochhält. Durch Kameradschaft, Zuverlässigkeit und Treue würden die Mitglieder wichtige Tugenden der Gesellschaft pflegen. Er würdigte den Einsatz des Vorsitzenden Christian Schießl, der vor zwei Jahren durch die Amtsübernahme den Fortbestand des Traditionsvereins sichergestellt hat. Hauptmann Patrick Lay, Chef der Patenkompanie, bedankte sich für die hohe Wertschätzung, die den Soldaten in der Region entgegengebracht werde.

Nachdem einige Mitglieder für ihre Treue und Verdienste ausgezeichnet wurden, rückte bei einer "Überraschungsehrung" der frühere KSK-Vorsitzende und aktuelle Kreisvorsitzende des Bayerischen Kameraden- und Soldatenvereinigung (BKV), Josef Hauer, in den Mittelpunkt. Für seine Verdienste wurde er nach einem Beschluss der Vorstandschaft zum Ehrenvorsitzenden der KSK Oberviechtach ernannt.

Wie Christian Schießl erinnerte, trat Josef Hauer im März 1974 dem Verein bei. Von Beginn an habe er der KSK seinen Stempel aufgedrückt. Seit 1982 gehörte er der Vorstandschaft an, war in den ersten neun Jahren Kassier und übernahm 1991 den Vorsitz. Während seiner Amtszeit habe er "durch seine unvergleichliche Art" unzählige neue Mitglieder geworben. Josef Hauer identifiziere sich wie kein Zweiter mit der KSK Oberviechtach, verdeutlichte Schießl. Er sei bei allen Aktivitäten dabei, legt jedes Jahr das Sportabzeichen ab und war über Jahrzehnte hinweg das Gesicht des „Kriegervereins“.

Nachdem er dem Verein 38 Jahre im Ehrenamt gedient hat, war Hauer 2018 ins zweite Glied zurückgetreten und hat das Vorsitzenden-Amt an Christian Schießl weitergereicht. Nach wie vor ist er in der Vorstandschaft als zweiter Vorsitzender tätig. Josef Hauer, der über diese Auszeichnung sichtlich überrascht war, freute sich, mit der Würde des „Ehrenvorsitzenden“ bedacht worden zu sein.

Ehrungen:

BKV-Ehrenkreuz in Silber: Markus Dörfler (25 Jahre Mitglied), Andre Naumann (Vorstandsmitglied, regelmäßig Sportabzeichen-Teilnahme); Ehrennadel in Silber: Hans Ferschl (40 Jahre Mitglied) (frd)

Vorsitzender Christian Schießl (rechts), Dritter Bürgermeister Peter Forster (links) und Vertreter der Bundeswehr gratulierten (mit Urkunde von links) Andre Naumann, Hans Ferschl und Markus Dörfler zur Ehrung.
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