20.03.2020 - 17:46 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Ein Verein mit vielen Facetten

Der OGV Oberviechtach mit seinen nahezu 600 Mitgliedern ragt unter den Vereinen der Stadt heraus. Die insgesamt positive Bilanz der Jahresversammlung wird nur vereinzelt etwas getrübt.

Vorsitzender Karl Ruhland (rechts) und stellvertretender Kreisvorsitzender Audi Lurbiecki (links) ehrten zahlreiche Mitglieder für 40-jährige und 25-jährige Treue zum Obst- und Gartenbauverein.
von Georg LangProfil

OGV-Vorsitzender Karl Ruhland blickte in der Vorwoche auf ein äußerst aktives Gartenjahr zurück. Er bedauerte aber, dass das Obstjahr keine gute Ernte brachte und nur an drei Tagen Apfelsaft gepresst werden konnte. Diese Bilanz schlug sich auch im Kassenbericht von Andrea Fleischer nieder, denn das Obstpressen bringt den Vereinsfinanzen normalerweise beträchtliche Einnahmen. Doch Dank eines guten Finanzpolsters ließen sich die Ausfälle verschmerzen.

Nachwuchs aktiv

Auf die Begeisterung vieler Kinder bei den Aktionen für den Nachwuchs unter Leitung von Tanja Rebl-Lang ging der Vorsitzende eingangs seines Berichtes ein. Osternest-Suche, Pfeiferl-Schnitzen und der Bau von Kistengärten stießen auf große Resonanz. Das Basteln von Vogeltränken, das Bemalen von Dachziegeln und der Bau von Fledermaushäusern mit 35 Teilnehmern dokumentierten den Ausbau der Jugendarbeit. Auch heuer plant der Verein wieder zahlreiche Aktionen für Kinder von vier bis zwölf Jahren an. Ziel ist die Gründung einer eigenen Kinder- und Jugendgruppe innerhalb des Vereins.

"Eingeschlagen" hat der Volkstanzkurs unter Leitung von Christa Bösl. Karl Ruhland dankte auch all jenen, die im Vereinsheim und in dessen Umfeld Pflegeaufgaben nachkommen. Dasselbe gilt aber auch für weitere Flächen im Stadtgebiet. Bei speziellen Arbeitseinsätzen erwartet sich der Vorsitzende aber größeres Engagement. "Wenn von nahezu 600 Mitgliedern nur sechs kommen, ist das nicht erfreulich!" In das vielfältige Geräteangebot des Vereins wird auch eine hochmoderne Bodenfräse (verbunden mit Steinvergrabfräse) aufgenommen. In diesem Fall ist aber die Ausleihe nur in Verbindung mit einem Maschinisten möglich.

"Der Verein ist eine Bereicherung für die Stadt", lobte der stellvertretende Kreisvorsitzende Audi Lurbiecki das Engagement, aber auch den hohen Mitgliederstand im OGV. Dies sei insbesondere ein Verdienst des rührigen Vorsitzenden Karl Ruhland. Abschließend wünschte Lurbiecki den Mitgliedern "ein besseres Obstjahr mit guter Ernte".

Zweite Bürgermeisterin Christa Zapf sprach die "täglich beunruhigenden Umweltprognosen" an und lobte die Philosophie des OGV "in der Natur und mit der Natur zu leben". "Das breite Engagement und der unermüdliche, zuverlässige Einsatz sind nicht mit Geld aufzuwiegen!" Mit Urkunden, Anstecknadeln und Blumenkörben mit Frühjahrsblühern wurden danach Mitglieder für 25-jährige und 40-jährige Mitgliedschaft geehrt. Dass auch im laufenden Gartenjahr der Einsatz des OGV nicht nachlässt, zeigte der Ausblick des Vorsitzenden.

Bei Nachwuchs von Mitgliedern und deren Angehörigen spendiert der Verein einen Obstbaum als "Kinderbaum". Geplant sind eine Familienwanderung nach Rackenthal (7. Juni), der Tag der offenen Gartentür (28. Juni) und die Tagesfahrt zur Landesgartenschau in Ingolstadt (18. Juli) sind weitere Angebote. Im September wird die Obstpresse wieder angeworfen, wobei am 19. September ein Obstpresstag für Kinder anberaumt ist.

Im Herbst stehen der Vortrag "Blütenwunder - Blumenzwiebel" von Gabi Gilch (27. September), die Erntedankfeier (4. Oktober), eine Wanderung zum Hohen Bogen (11. Oktober), der Herbstvolkstanz in der Mehrzweckhalle (24. Oktober), eine Fahrt zur Consumenta (31. Oktober) und ein Zoigl-Besuch in Eslarn (14.November) im Kalender.

Aspekt auf Naturgarten

"Slow Gardening" war das Thema des abschließenden Vortrags der Kräuterpädagogin und Gartenpflegerin Stefanie Götz aus Neukirchen-Balbini, die mit dem Einsatz im Garten "Freude, Demut und Achtsamkeit" verbindet. Im Rahmen des jahreszeitlichen Gartenjahres vermittelte sie Gedanken eines "ganzheitlichen Gärtnerns", bei dem nicht der "hochgepäppelte Garten", sondern dessen Naturbelassenheit im Vordergrund steht.

Die Kräuterpädagogin Stefanie Götz präsentierte den Garten als "Nahrungsquelle und Hausapotheke".
Ehrungen:

Urkunden überreicht

Etliche langjährige Mitglieder freuten sich über eine Urkunde. 40 Jahre: Christa Biegerl, Elisabeth Bücherl, Markus Dörfler, Edeltraud Fröhlich, Alfons Hanauer, Anna Hauser, Rudolf Herold, Johann Hösl, Johann Kiefmann, Irmgard Lintl, Audi Lurbiecki, Otto Pronold, Josef Reiml, Karl Roßmann, Betti Schneeberger und Hans Winter. 25 Jahre: Paula Bäumler, Beate Diermeier, Christine Anzinger-Najjar, Rosemarie Ferstl, Hans Forster, Petra Hüttner, Josef Lehner, Renate Mörtelbauer, Hildegard Ramin, Norbert Reiter und Brigitte Uschold. (lg)

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